<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hut Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
	<atom:link href="https://express.kuki-augsburg.de/tag/hut/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://express.kuki-augsburg.de/tag/hut/</link>
	<description>Online-Magazin für Musik, Kultur und Lifestyle</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 May 2026 08:56:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/cropped-KUKI_Icon-32x32.png</url>
	<title>Hut Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
	<link>https://express.kuki-augsburg.de/tag/hut/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Hut oder Eintritt? Das ist hier die Frage!</title>
		<link>https://express.kuki-augsburg.de/sonstiges/hut-oder-eintritt-das-ist-hier-die-frage/</link>
					<comments>https://express.kuki-augsburg.de/sonstiges/hut-oder-eintritt-das-ist-hier-die-frage/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Poesl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Eintritt]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://express.kuki-augsburg.de/?p=1564</guid>

					<description><![CDATA[<p>… Und was sie mit dem Freiherrn von Knigge zu tun hat Aus aktuellem Anlass poppt das leidige Thema wieder auf: Eine Band gestaltet einen umjubelten Abend in einer gerammelt vollen Location und das Ergebnis des Hutes ist eine Frechheit. Was dahintersteckt und warum die Problematik heikel ist, versuche ich mit diesem Beitrag zu erörtern. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/sonstiges/hut-oder-eintritt-das-ist-hier-die-frage/">Hut oder Eintritt? Das ist hier die Frage!</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><em>… Und was sie mit dem Freiherrn von Knigge zu tun hat</em></strong></p>



<p>Aus aktuellem Anlass poppt das leidige Thema wieder auf: Eine Band gestaltet einen umjubelten Abend in einer gerammelt vollen Location und das Ergebnis des Hutes ist eine Frechheit. Was dahintersteckt und warum die Problematik heikel ist, versuche ich mit diesem Beitrag zu erörtern.</p>



<p>Das größte Problem eines Konzertes ist das finanzielle Risiko, wer es tragen will oder muss. Dieses will weder der Veranstalter noch der Artist. Deshalb gibt es Mischformen, wo beide 50/50 in die Verantwortung gehen. Der Hut wird – falls ein vereinbartes Minimum nicht erreicht wird – vom Veranstalter aufgestockt. Geht wunderbar bei Kneipen ohne Küche, viel Personalaufwand und Vorhaltung von Nahrungsmitteln.</p>



<p>Der Hut ist seit Jahrhunderten auf Märkten und anderen Festivitäten mit <strong><u>freiem</u> </strong>Zugang das Instrument, mit dem Artisten, Gaukler, Schauspieler und Musiker ihren Lebensunterhalt bestreiten und wesentlich zur Attraktivität und zum wirtschaftlichen Erfolg der Messen beitragen. Freier Zugang ist im höchsten Maße sozial, weil wirklich arme Teufel an dem Event teilhaben können und eben das einlegen, was ihnen möglich ist. Der Inhalt des Hutes spiegelt wider, wie den Menschen die Darbietungen gefallen haben, wie sie das Risiko und die Leistungen der Protagonisten honorieren. So kann jeder Besucher nach Gusto und finanzieller Leistungsfähigkeit seinen Respekt und seine Anerkennung durch einen Gegenwert ausdrücken. Und oft zeigen sich auch die Fieranten großzügig, da ihre Umsätze durch Shows höher sind. Unter diesen Bedingungen gibt es keine festen kalkulierbaren Beträge für die Artisten, sondern diese variieren.</p>



<p>Leider wird dieser soziale Charakter von Leuten ad absurdum geführt, die die Freiwilligkeit einer Gegenleistung nutzen, um mit Tricks und Finten ein „Abkassieren“ zu verhindern.&nbsp; Da werden Plätze getauscht, es wird die Position des Hutsammlers gescannt, schnell auf die Toiletten gerannt und in Extremfällen werden Klimpermünzen eingeworfen oder auch Fremdwährungsscheine und unbrauchbare Devisen. Frau Neureich-Bohème und Herr Arrogant-Pfiffig arbeiten als Sparkommissare, indem sie auf eine zehnköpfige Gruppe deuten und lauthals verkünden: „Ich übernehme das für euch“ und dann mit großer Geste einen Zehner flattern lassen.</p>



<p>Genau hier kommt der Freiherr Baron von Knigge ins Spiel mit seiner schriftlichen Niederlegung „Über den Umgang mit Menschen“ anno 1788. „Da geht es um Umgangsformen, Etikette, Benimmregeln, guten Ton, Verhaltenskodex.&nbsp;Obwohl viele moderne Regeln nicht mehr so streng sind wie früher, ist der Grundgedanke – <strong>Respekt und Empathie </strong>– zeitlos.“ (KI-gestützt)</p>



<p>Der Gedanke des Wertes von attraktiver Unterhaltung im Tausch gegen Geld ist elementar. Für einen Film von zwei Stunden ist der Gegenwert die Eintrittskarte und diese beläuft sich auf 11 bis 20 € je nach Rang. Ob der Film schlecht oder gut war, entscheidet sich am Ende. Und es gibt kein Geld zurück.</p>



<p>Ein oft bemühtes Argument ist: „Warum soll ich bezahlen, die spielen ja gerne Musik?“</p>



<p>Dass PilotInnen gerne fliegen, ÄrztInnen gerne behandeln, JuristInnen gerne Prozesse führen, Handwerker gerne installieren, SchönheitschirurgInnen gerne an PatientInnen sägen und Spaß haben – defacto mit ihrer Tätigkeit „on stage“ sind – entzieht sich der Wahrnehmung. Die Genannten werden ohne Widerrede bezahlt. Bei Künstlern und Künstlerinnen, die soziale Begegnungen stiften und unterhalten, Übungszeit und Unsummen Ersparnisse in Anlagen und Instrumente investiert haben, damit auch Herzblut in der Kneipe rüberkommt, da ist man dann eigen. Es heißt ja „Eintritt frei!“ Stimmt, aber nicht respektfrei! Und das Knigge-Motto muss deshalb lauten: 5 – 10 – 15 – 20. Schon aus Respekt vor den Artisten.</p>



<p>Und sollte einem Zuhörer bei dem Gebotenen fast das Essen aus dem Gesicht fallen, so ist ihm anzuraten, vor einem Beitrag schnell das gesunde Weite zu suchen und nicht erst drei Stunden abzuwarten und zum Schluss auch noch „Zugabe“ zu schreien.</p>



<p>Das Gegenteil von Hut ist der „unfreie Eintritt“ – der festgelegte Preis für den Eintritt. Ohne Rücksicht auf die Person.&nbsp; Die Erwartung ist, dass fast ausschließlich am Programm Interessierte kommen. Die Höhe des Eintrittspreises dient als Sozial- und Fanfilter. Die Kartenkäufer sind eher auf das Dargebotene fixiert und eine homogenere Gruppe. Was im VVK weggeht, erhöht die Planbarkeit. Allerdings benötigt man zusätzliches Personal, um den Zutritt zu regulieren und die verbliebenen Eintrittskarten am Eingang zu verkaufen. Außerdem verprellt man das loyale Stammpublikum, das auch bei der Gruppenformation „Sub Aqua Trash Ozonpunk“ üblicherweise schon aus Neugierde und der Community wegen kommen würde. Dass mit „Eintritt“ die Angelegenheit versteuert werden muss, versteht sich von selbst. Das läuft beim Hutertrag deutlich einfacher ohne großartige Bürokratie ab, weil das Finanzamt sowieso davon ausgeht, dass der Inhalt bei weitem nicht die Kosten deckt.</p>



<p>Übrigens: Die GEMA-Gebühr unterscheidet sich bei 60 Gästen auf Hut und derselben Anzahl bei einem Eintrittsgeld von 15 € um ca. 40 € (bei unter 100&nbsp;m²).</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Der Hut hat eine Menge Vorteile, bis auf die ärgerlichen Ignoranten, die das Standardwerk des Baron Knigge nicht kennen und sich freuen, wenn sie bei anderen Trittbrett fahren können.</p>



<p>Der Eintritt hat dort den Vorteil, wo er eine Filterfunktion hat: bei eventuell zu großer Nachfrage, bei Planbarkeit bezüglich des Personaleinsatzes und einer Gastro. Also eher bei Konzerten, bei denen man mit Überfüllung rechnen muss.</p>



<p>Es liegt also an uns, was wir präferieren. Ich persönlich plädiere bei kleinen Konzerten für den Hut als sozialere Lösung. Ob und wieviel Schindluder von den Trittbrettlern getrieben wird, hängt auch von uns selbst ab. Mein Vorschlag wäre, dass wir alle, die wir die freie Kulturszene lieben, im Zweifelsfall Zivilcourage zeigen und Drückebergern die Frage stellen: „Kennst du den Freiherrn Baron von Knigge?“</p>



<p>Und last not least darf am Schluss dieses Artikels nicht der Blumenstrauß für diejenigen VeranstalterInnen fehlen, die sich für die Kleinkunstbühnen abrackern und denen ein gut gefüllter Hut für die Bands wichtig ist. Ganz abgesehen davon, dass sie vielen von uns ambitionierten MusikerInnen die Möglichkeit geben, unsere Kunst zu präsentieren!</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="545" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-545x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1292 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-545x1024.jpg 545w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-160x300.jpg 160w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-768x1442.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-818x1536.jpg 818w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-1091x2048.jpg 1091w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Karl-Poesl-scaled.jpg 1364w" sizes="(max-width: 545px) 100vw, 545px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Karl Poesl</h2>



<p>Als „Berufsjugendlicher“ ist das Alter 72 nur eine Zahl und schützt keineswegs vor dem Beschreiten abenteuerlicher künstlerischer und kreativer Wege. Mit dem absoluten Gehör steht mir ein Helferchen zur Verfügung, das mich vor allzu viel Musiktheorie und Jazzpolizei schützt. Zum 1. Mal stand ich mit 14 bei einem Faschingsball im „Grünen Kranz“ auf der Bühne. Da hatte ich das Gefühl, dass mir alle auf die Hände starren. Das hat sich nach zig Auftritten etwas gelegt. Mit 129 Auftritten im legendären Raben darf ich mich Rekordhalter schimpfen. Und ich freue mich schon, Anekdoten und Tipps für MusikerInnen schreiben zu dürfen, die einen einsamen Plan haben, ohne digitale Gimmicks.</p>
</div></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/sonstiges/hut-oder-eintritt-das-ist-hier-die-frage/">Hut oder Eintritt? Das ist hier die Frage!</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://express.kuki-augsburg.de/sonstiges/hut-oder-eintritt-das-ist-hier-die-frage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
