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	<title>Musikliteratur Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
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	<description>Online-Magazin für Musik, Kultur und Lifestyle</description>
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	<title>Musikliteratur Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
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		<title>Kreativität im Musikbusiness – gestern, heute und morgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Joe Cantner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bandwissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikbusiness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Fachbeitrag mit drei Buchrezensionen Kreativität ist im Musikbusiness der essenzielle Motor für Identität und Erfolg, erfordert jedoch neben künstlerischem Talent auch handwerkliches Können und unternehmerisches Denken. Sie umfasst nicht nur Songwriting, sondern auch Marketing und Markenbildung, Booking und Finanzen und zunehmend die Anpassung an neue Technologien, allen voran gegenwärtig die „Künstliche Intelligenz (KI)“. Die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/bandwissen/kreativitaet-im-musikbusiness-gestern-heute-und-morgen/">Kreativität im Musikbusiness – gestern, heute und morgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><em>Ein Fachbeitrag mit drei Buchrezensionen</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kreativität</strong> ist im Musikbusiness der essenzielle Motor für Identität und Erfolg, erfordert jedoch neben künstlerischem Talent auch handwerkliches Können und unternehmerisches Denken. Sie umfasst nicht nur Songwriting, sondern auch Marketing und Markenbildung, Booking und Finanzen und zunehmend die Anpassung an neue Technologien, allen voran gegenwärtig die <strong>„Künstliche Intelligenz (KI)“</strong>. Die Branche wandelt sich dabei dramatisch, wobei Nischen neue Chancen bieten, aber auch ein hohes Risiko für Überforderung besteht. Im vorliegenden Beitrag zu diesen Veränderungen, und dies speziell im <strong>Musikbusiness</strong>, möchte ich sowohl zurückblicken als auch vorausschauen. Dazu stelle ich <strong>drei interessante und aktuelle Buchpublikationen</strong> vor, die der Leserschaft zur Vertiefung in die Thematik dienen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Prolog: Künstliche Intelligenz im Kulturbetrieb</strong></h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1014" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod-1014x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1659" style="aspect-ratio:0.9902351903552916;width:545px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod-1014x1024.jpg 1014w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod-297x300.jpg 297w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod-150x150.jpg 150w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod-768x776.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_20260131_0001_mod.jpg 1220w" sizes="(max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /><figcaption><span class="media-credit">Jakob-Fugger-Zentrum</span></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bild: JFZ-Veranstaltung „Künstliche Intelligenz und Kreativität – Transformationen im Kunst- und Kulturbetrieb“ als KI-generiertes Bild von midjourney </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der grundlegenden Veränderung von Kreativität wurde ich vor einiger Zeit besonders gewahr im Rahmen einer <strong>KI-Gesprächsreihe des Jakob-Fugger-Zentrums (JFZ) an der Universität Augsburg</strong>. Dort diskutierten Expertinnen und Experten über <strong>Chancen, Herausforderungen und Perspektiven von Künstlicher Intelligenz in Kunst und Kultur</strong>. Es ging es um die zentralen Fragen: Wie verändert KI unser Denken, Lernen und Arbeiten? Welche Rolle spielen Kreativität, Eigenständigkeit und ethische Orientierung in einer zunehmend automatisierten Welt? Wie lassen sich gesellschaftliche Werte wie Menschenwürde, Meinungsfreiheit oder soziale Gerechtigkeit auch künftig sichern? Dazu wurden von den Podiumsteilnehmern interessante Standpunkte und Hintergrundinformationen dargeboten und in der abschließenden Publikumsdiskussion nochmals breiter reflektiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassend lässt sich feststellen:</strong> Die Künstliche Intelligenz verändert gerade auch den Kulturbetrieb tiefgreifend. Dabei ähnlich „disruptiv“, d.&nbsp;h. abrupt und zunächst störend, wie einst die Erfindung des Buchdrucks. Aber erheblich schneller, wenn man bedenkt, wie rasant sich KI seit Freigabe des Sprachmodells <strong>ChatGPT</strong> Ende 2023 zum Massenphänomen entwickelte und was sie (und mittlerweile viele andere KI-Modelle und -Anwendungen) alles leisten kann und künftig leisten wird. Im Podium gab es zu dieser Entwicklung ein ambivalentes Meinungsbild: Manche sehen Chancen in einer neuen „sozialen und soziotechnischen Kreativität“, d.&nbsp;h. mit Zugriff auf das gemeinschaftliche weltweite Know-how und im Sinne eines Werkzeugs. Dabei sei der Kreativitätsbegriff weit interpretierbar, so auch in Hinsicht auf „generative KI“ bzw. „Künstlerische Intelligenz“. Andere sprechen vom „größten Raubzug in der Menschheitsgeschichte“ in Hinblick auf verletzte Urheberrechte, entwertete Arbeitsplätze und vieles andere mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezugnehmend auf die Musikbranche und dabei mit spezifischem Fokus auf die sich Mitte der 1950er entwickelnden Genres<strong> Pop &amp; Rock </strong>werden im Folgenden <strong>drei einschlägige Buchpublikationen</strong> aus der renommierten <strong>Penguin Random House Verlagsgruppe</strong> vorgestellt. Sie beleuchten die Veränderungen der Kreativität im Zeitablauf und geben Perspektiven auf gestern, heute und morgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Gestern: „William S. Burroughs und der Rock &#8217;n&#8216; Roll“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menschliche Intelligenz (MI)</strong> ist der Ursprung echter Kreativität. Während Künstliche Intelligenz (KI) bestehende Daten neu kombiniert, erschafft der menschliche Geist grundlegend Neues durch Emotionen, Intuition und persönliche Erfahrungen. Und genau darum geht es in dem in deutscher Fassung 2024 erschienenen Buchs <strong>„William S. Burroughs und der Rock ’n’ Roll“</strong>. Hier untersucht der Autor <strong>Casey Rae</strong>, wie ein literaturbesessener Eremit ohne nennenswertes Musikinteresse zum „Godfather“ ganzer Musikgenres wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="671" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-671x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1662" style="width:334px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-671x1024.jpg 671w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-197x300.jpg 197w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-768x1172.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-1006x1536.jpg 1006w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll-1342x2048.jpg 1342w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll.jpg 1594w" sizes="(max-width: 671px) 100vw, 671px" /></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie allgemein bekannt sein dürfte, war <strong>William S. Burroughs</strong> ein amerikanischer Schriftsteller und exzentrischer Außenseiter, der der sogenannten „Beat Generation“ zugerechnet wird. Damit wird eine Richtung der US-amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er-Jahren bezeichnet. Die bekanntesten Autoren dieser Ausrichtung sind die <strong>„Beatnicks“</strong> Jack Kerouac, Allen Ginsberg und eben William S. Burroughs, dessen Hauptwerk der Roman <strong>„Naked Lunch“</strong> aus dem Jahr 1959 darstellt: mit bissigen Satiren gegen Religion, gegen die Todesstrafe und gegen die Vereinigten Staaten, welche allesamt mit Drogensucht und mehr oder weniger devianten Sexualpraktiken in Verbindung gebracht werden. Dieses Werk stand wegen vorgeworfener Obszönität im Mittelpunkt von Gerichtsprozessen und führte durch Freisprüche zu freizügigeren Publikationsmöglichkeiten in den prüden USA. In den späten 60er- und 70er-Jahren wurde der umstrittene Schriftsteller dann von einer neuen Generation von Musikern, darunter Bob Dylan, Frank Zappa, Paul McCartney, Lou Reed, David Bowie, Richard Hell, Jimmy Page und Patti Smith, zu einer Ikone der Gegenkultur stilisiert. Später bekannten sich auch Michael Stipe, Kurt Cobain, Thurston Moore und viele andere als Bewunderer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vorliegenden Buch nimmt Casey Rae Burroughs‘ Einfluss auf diese Musiker genauer unter die Lupe und er zeigt auch auf, wie seine Spuren in der <strong>Popkultur</strong> allgegenwärtig sind. So verdankt der Film <strong>„Blade Runner“</strong> seinen Titel einer Novelle von Burroughs, die Band <strong>Steely Dan</strong> wurde nach einem Dildo aus „Naked Lunch“ benannt, und der Begriff <strong>„Heavy Metal“</strong> stammt aus <strong>„The Soft Machine“</strong>, Burroughs&#8216; Buch von 1961, welches zudem auch einer Jazz-Folk-Fusion-Band aus Canterbury ihren Namen gab. Burroughs‘ Gesicht ziert das berühmte Pop-Art-Plattencover von <strong>„Sgt. Pepper&#8217;s Lonely Hearts Club Band“</strong> der Beatles, und er lieh Alben von Laurie Anderson, Tom Waits und den Disposable Heroes of Hiphoprisy seinen markanten Südstaatenakzent. Darüber hinaus wurde Burroughs‘ <strong>„Cut-up“-Technik</strong> – eine literarische Methode, bei der der Text nach dem Zufallsprinzip neu angeordnet wird – von Bowie, McCartney, Brian Jones, dem einstigen Rolling-Stones-Gitarristen, und anderen zur Erzeugung von experimentellen Texten und auch Klängen übernommen. Neben den von Burroughs beeinflussten Personen erzählt das Buch auch die Geschichte der Ikone selbst, von seiner Kindheit in der gehobenen Mittelschicht, die durch einen prägenden Vorfall mit einem Kindermädchen überschattet wurde, bis hin zu seinen Jahren auf Weltreise und Aufenthalten in London, Paris, New York, Mexiko-Stadt und Tanger in Marokko.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Autor:</strong> Casey Rae ist ein langjähriger Musikkritiker, dessen Arbeiten in einer Vielzahl von Publikationen veröffentlicht wurden. Er fungierte als Managing Director für Musiklizenzen bei Sirius XM, einem US-amerikanischen Abonnement-Hörfunkdienst, und als CEO der Future of Music Coalition, einer nationalen gemeinnützigen Bildungs-, Forschungs- und Interessenvertretungsorganisation für Musiker. Rae ist Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Kommunikation, Kultur und Technologie an der Georgetown University und emeritierter Dozent und Kursautor am Berklee College of Music, er hält regelmäßig Vorträge und spielt seit den 1990er-Jahren als Musiker in mehreren Bands.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Daten zum Buch:</strong> Casey Rae, „William S. Burroughs und der Rock &#8217;n&#8216; Roll“, Taschenbuch, Broschur, Deutsche Erstausgabe 2024, Übersetzt von Teja Schwaner und Iris Hansen, 352 Seiten, Format 13,5&nbsp;x&nbsp;20,6 cm, ISBN 978-3-442-77383-1, btb Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe, Preis 18 € (Originaltitel „William S. Burroughs and the cult of Rock&#8217;n&#8217;Roll“, Originalverlag University of Texas Press, 2019). Weitere Informationen unter: <a href="https://www.penguin.de/buecher/casey-rae-william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll/taschenbuch/9783442773831">https://www.penguin.de/buecher/casey-rae-william-s-burroughs-und-der-rock-n-roll/taschenbuch/9783442773831</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein Fazit:</strong> Ein interessantes und lesenswertes Buch mit erhellendem Blick zurück in eine Hochphase menschlicher Intelligenz und Kreativität, wobei ein gewisses Hintergrundwissen nützlich ist, sprich die Lebenserfahrung nunmehr älterer Jahrgänge. Der Inhalt ist eher thematisch denn streng chronologisch geordnet, was zwar sinnigerweise die „fragmentierte“ Natur von Burroughs’ Werk widerspiegelt, aber die Einordnung der Ereignisse in Burroughs‘ Vita etwas beeinträchtigen könnte. Aber hierfür gibt es andere Biografien.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Heute: „Wir sind die Roboter“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die angesprochene Cut-up-Technik wurde von Burroughs weitergehend verfeinert. Spätere Experimente beinhalteten maschinell erstellte Cut-ups, dazu auch in Audio-Form mittels Tonbandgeräten, damals High-Tech, was beispielsweise die Beatles dazu inspirierte, gefundene Geräusche und Tonband-Zusammenschnitte in Musikalben wie „Sgt. Pepper“ und „The White Album“ einzubauen. Und damit sind wir bereits am Anfang einer <strong>Kreativitäts-Ära mittels Elektronik, Automatisierung und später auch Digitalisierung</strong>. Intelligente Systeme übernehmen hier monotone Aufgaben, wodurch menschliche Ressourcen für visionäre und strategische Ideen freigesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Übergangsphase einer <strong>menschlich-künstlichen Intelligenz</strong> lässt sich sehr gut anhand der wohl berühmtesten musikalischen Protagonisten dieses Genres nachzeichnen, nämlich die 1970 gegründete deutsche Experimentalband <strong>Kraftwerk</strong>, die durch ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet des Elektropop bekannt wurde und deren Musikstücke bzw. Studioalben „Autobahn“, „Radioaktivität“, „Trans-Europa-Express“, „Wir sind die Roboter“, „Computerwelt“, „Boing-Boom-Tschak“ und „Tour de France Soundtracks“ zahlreiche spätere Musikstile, etwa <strong>Hip-Hop</strong> und <strong>Techno-Musik</strong>, beeinflussten und gar erst beförderten. Auch Künstler und die Medienwelt adaptierten Kraftwerk mittelbar oder unmittelbar, man denke insbesondere an Coldplays Hit „Talk“ aus dem Jahr 2005, der das Riff von „Computerliebe“ verwendet, oder die im Jahr 2003 neuabgemischte Titelmelodie von „Tour de France“, welche über viele Jahre von verschiedenen internationalen und nationalen TV-Sendern als Trailer für die gleichnamige Radrundfahrt genutzt wurde. Die <strong>New York Times</strong> bezeichnete Kraftwerk bereits 1997 als die „Beatles“ der elektronischen Tanzmusik.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="676" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-676x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1663" style="width:350px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-676x1024.jpg 676w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-198x300.jpg 198w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-768x1163.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-1014x1536.jpg 1014w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0-1352x2048.jpg 1352w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/wir-sind-die-roboter_0.jpg 1606w" sizes="(max-width: 676px) 100vw, 676px" /></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Buch „<strong>Wir sind die Roboter – Kraftwerk und die Erfindung der elektronischen Pop-Musik</strong>“, geschrieben auch anlässlich des 50-jährigen Jubiläums ihres wegweisenden Albums „Autobahn“, erforscht der Autor und Kraftwerk-Experte <strong>Uwe Schütte </strong>die Geschichte der Band und deren Einflüsse weit übers Musikalische hinaus. Im Klappentext der Ende 2024 erschienen Publikation heißt es: <em>„»Wir sind die Roboter.« Mit diesem gegen die Konventionen und Traditionen des Rock gerichteten Schlachtruf sind Kraftwerk ausgezogen, um von Düsseldorf aus die Welt zu erobern. Mit ihrem revolutionären Konzept einer elektronischen Popmusik waren die vier Mensch-Maschinen-Musiker vermutlich noch einflussreicher als die Beatles. Im Werk der Formation verschmolzen Klang und Technologie, Grafikdesign und Performance, Autobahn und Roboter, modernistische Bauhaus-Ästhetik und rheinische Industriekultur, um so der modernen Popmusik eine elektronische Richtung vorzugeben. Ihr avantgardistisches Konzept einer »industriellen Volksmusik« aus deutschen Landen schuf den tanzbaren Soundtrack zu unserem digitalen Zeitalter. In der Ära der Künstlichen Intelligenz sind die bis heute aktiv den Globus tourenden Kraftwerk daher so aktuell wie nie.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier ist das Buch keine chronologische Biografie, sondern thematisch gegliedert, um das <strong>Gesamtkunstwerk Kraftwerk</strong> verständlich zu machen. Es handelt sich um die Themenfelder „Düsseldorf“, „Geschwindigkeit“, „Ambivalenz und Retro-Futurismus“, „Mensch-Maschine-Musik“, „Digitalisierung“, „Konzerte“, „Design“ und „Einfluss und Vermächtnis“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Autor: </strong>Uwe Schütte, geboren 1967 in Nordrhein-Westfalen, studierte Germanistik bei W.G. Sebald an der University of East Anglia, Norwich, UK, und lehrte bis zum Brexit als Reader in German an einer englischen Universität. Er lebt nun als freier Autor, Kulturessayist und Musikjournalist in Berlin. Schütte hat über 30 Bücher geschrieben bzw. herausgegeben. Seine Schwerpunkte sind die Gegenwartsliteratur und avancierte Pop-Musik, insbesondere das Werk von Sebald und Kraftwerk.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Daten zum Buch:</strong> Uwe Schütte, „Wir sind die Roboter – Kraftwerk und die Erfindung der elektronischen Pop-Musik“, Paperback, Originalausgabe 13.11.2024, Klappenbrosch. 384 Seiten, 13,5&nbsp;x&nbsp;20,6 cm, ISBN 978-3-442-77474-6, btb Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe, Preis EUR 18 €. Weitere Informationen unter: <a href="https://www.penguin.de/buecher/uwe-schuette-wir-sind-die-roboter/paperback/9783442774746">https://www.penguin.de/buecher/uwe-schuette-wir-sind-die-roboter/paperback/9783442774746</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein Fazit:</strong> Ein wichtiges und richtungsweisendes Buch in die Neuzeit! Bemerkenswert ist die Tiefe, mit der der Autor Uwe Schütte die Verschmelzung von Klang und Technologie, Grafikdesign und Performance im Werk von Kraftwerk analysiert. Nicht umsonst wird das Buch als „ultimatives Buch zu Deutschlands ultimativer Band“ bezeichnet. Ebenfalls auffällig ist der intellektuelle Schreibstil, offenbar dem musikwissenschaftlichen Duktus geschuldet, der natürlich Geschmacksache ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Morgen: „Unlock your [aɪ]dentity“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Nachwort, überschrieben mit <strong>„Zukunftsmusik. Ein pessimistischer Ausblick“</strong>, gibt Uwe Schütte zu bedenken: <em>„Willkommen in der Wüstenei des generativen Zeitalters. ChatGPT ist nur ein harmloser Anfang. Eine Spielerei, die uns übersehen ließ, dass wir an einem Kipppunkt sind, von dem an die Künstliche Intelligenz der Maschinen sich anschickt, die Herrschaft zu übernehmen. Das ist gerade das perfide daran. Man sieht nur die Unzulänglichkeiten generativer Mustererkennung, begreift aber nicht das revolutionäre Potenzial der Künstlichen Intelligenz. Oder will einfach nicht wahrhaben, was für ein disruptives Werkzeug wir auf die Gesellschaft, die Ökonomie, die Kunst und alle anderen Lebensbereiche loslassen. Avancierte KI-Programme können bereits perfekte Fälschungen in die Welt setzen. Deep Fakes: Fotographien und Videos, bei denen allenfalls noch Experten erkennen können, ob das, was man sieht, echt ist oder nicht. Auch ist KI ohnehin so weit, menschliche Stimmen derart perfekt nachzuahmen, dass man keinen Unterschied mehr hört, ob reale Menschen oder Klone singen bzw. sprechen. Was dem Fälscherhandwerk, nicht nur im Bereich der Popmusik, Tür und Tor weit öffnet.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist also eine äußerst negative Perspektive, welcher jedoch – wie bereits ausgeführt (vgl. nochmals obigen Prolog mit der KI-Gesprächsreihe des Jakob-Fugger-Zentrums) – auch durchaus positive Sichtweisen zur <strong>Kreativität durch Künstliche Intelligenz (KI)</strong> (engl. artifical intelligence – ai) gegenüberstehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="676" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-676x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1660" style="aspect-ratio:0.6601557720722847;width:325px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-676x1024.jpg 676w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-198x300.jpg 198w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-768x1163.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-1014x1536.jpg 1014w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi-1352x2048.jpg 1352w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Spahi_CUnlock_your_identity_261171_300dpi.jpg 1606w" sizes="(max-width: 676px) 100vw, 676px" /></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählt insbesondere die ganz aktuelle Publikation „<strong>Unlock your [aɪ]dentity – Die wichtigsten Future Skills und wie wir sie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erlangen</strong>“, in welcher das Autorenteam <strong>Céleste Spahić</strong> und <strong>Marinko Spahić</strong> eine essentielle Frage stellen, und dazu auch die Antworten geben: <strong>Wie nutzen wir KI, um uns selbst weiterzuentwickeln?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Welt voller Ablenkung, Überforderung und digitaler Reizüberflutung brauchen wir mehr als technisches Wissen. <em>„Ein konkretes Beispiel: Früher hast du Musik eher durch Zufall entdeckt – im Radio, durch Freunde oder in einem Plattenladen. Jede Entdeckung war einzigartig, überraschend und eine ganz persönliche Erfahrung. Heute? Spotify serviert dir die gleiche »Discover Weekly«-Playlist wie Millionen anderen mit ähnlichem Geschmack.“</em>. Wir brauchen daher die entscheidenden <strong>Future Skills</strong>, d.&nbsp;h. die menschlichen Kernkompetenzen, die uns helfen, klar zu denken, souverän zu handeln und mental stark zu bleiben: „Wenn Algorithmen immer besser darin werden, menschliche Aufgaben zu übernehmen, müssen Menschen besser darin werden, menschlich zu sein.“ Ihr Buch ist jedoch kein Tech-Handbuch, sondern ein essayistisches Sachbuch, das philosophische Reflexion, psychologische Perspektiven und technologische Analyse verbindet, sowie ein Wegweiser in eine neue Form der Selbstentwicklung. Aus ihrer mehrfach ausgezeichneten Arbeit an der Schnittstelle von Technologie und Psychologie haben die Autoren einen ersten systematischen Ansatz entwickelt, der zeigt, wie man KI als Werkzeug für persönliches Wachstum nutzen kann. Dabei lernt man, wie man mit KI die Fähigkeiten entwickelt, die in der modernen Welt über Erfolg, Zufriedenheit und mentale Stärke entscheiden – von <strong>kritischem und kreativem Denken</strong> bis zu <strong>emotionaler Intelligenz</strong> und <strong>Resilienz</strong>. Man erfährt,<br>• wie man KI nutzt, um klarer zu denken, anstatt das Denken abzugeben,<br>• welche Future Skills man in einer komplexen Arbeitswelt wirklich braucht,<br>• wie einen KI dabei unterstützt, diese Fähigkeiten zielgerichtet aufzubauen,<br>• wie man mit der praktischen „Prompt-Toolbox“ sofort ins Tun kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu den Autoren:</strong> Das Autorenteam bzw. Gründerehepaar Céleste und Marinko Spahić steht hinter dem mehrfach ausgezeichneten HealthTech-Start-up MINDZEIT® sowie dem KI-Bildungsprogramm [aɪ]fluencer®, das Menschen dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz für die persönliche Entwicklung und zur Förderung von Future Skills zu nutzen. Céleste Spahić ist Tech-Philosophin, Mental-Health-Expertin und Keynote-Speakerin. Sie zählt zu den führenden Stimmen für mentale Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen und spricht auf renommierten Bühnen wie TEDx, OMR, Bits &amp; Pretzels und FIBO. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem als „Female Founder of the Year 2023“ und von Business Punk als eine der „Top 10 Persönlichkeiten im Bereich Health &amp; Science“. Marinko Spahić ist Filmproduzent, Regisseur und Experte für Experience Design. Nach seinen Anfängen in der deutschen Film- und Kreativszene arbeitete er in Hollywood an internationalen Kinoproduktionen mit Stars wie Jon Favreau, Sean Bean und Daryl Hannah und etablierte sich später in Deutschland mit eigenen Projekten an der Schnittstelle von Film, Technologie und Design.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Daten zum Buch:</strong> Céleste Spahić, Marinko Spahić, „Unlock your [aɪ]dentity – Die wichtigsten Future Skills und wie wir sie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erlangen“, Paperback, 1. Auflage 2026, Klappenbrosch., 336 Seiten, 13,5&#215;20,6 cm, ISBN 978-3-424-20324-0, Ariston Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe, Preis 20 €. Weitere Informationen unter: <a href="https://www.penguin.de/buecher/c%C3%A9leste-spahic-unlock-your-identity/paperback/9783424203240">https://www.penguin.de/buecher/c%C3%A9leste-spahic-unlock-your-identity/paperback/9783424203240</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein Fazit:</strong> Eine spannende Lektüre, die in einem allgemeinen Kontext Sichtweisen und Methoden aufzeigt, sich mit der wohl unaufhaltbaren KI-Revolution positiv und persönlich nutzbringend auseinanderzusetzen. Das Buch enthält neben vielfältigen Denkanstößen auch praktische Übungen, Anleitungen mit konkreten Prompts für den Alltag und Beruf. Das Mantra für alle Kreativen, also auch für Musiker, lautet: „Entfalte Dein volles Potenzial mit Hilfe von KI!“ – oder, schwächer formuliert: Die Hoffnung stirbt zuletzt … <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer indes mehr Musikbezug möchte, der sei auf spezifische Publikationen verwiesen. Beispielweise „Künstliche Intelligenz in der Musik- und Audioproduktion: Mit KI in die Zukunft – Neue Möglichkeiten der Kreativität“ von Thomas Foster aus dem Jahr 2025 oder das explizite Whitepaper „Generative KI im Musikbusiness“ von der Popakademie Baden-Württemberg aus dem Jahr 2023, welche sich mit den technischen Einsatzmöglichkeiten von KI in der Musikindustrie befassen.</p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="659" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner-659x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1619 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner-659x1024.jpg 659w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner-193x300.jpg 193w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner-768x1193.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner-989x1536.jpg 989w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/06/Jochen-Joe-Cantner.jpg 1010w" sizes="(max-width: 659px) 100vw, 659px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Jochen &#8222;Joe&#8220; Cantner</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name Jochen Cantner steht für die breiten Themenfelder Natur, Umwelt und Kultur. Und unter seinem Künstlernamen Joe widmet er sich insbesondere dem Kulturgut Musik. Über die Blockflöte im Kleinkindalter näherte er sich diesem Metier zaghaft an, mitunter widerwillig. Der Durchbruch aber kam als Teenager, als er die Beatles im Fernsehen zu sehen und hören bekam – allerdings mit dem Schönheitsfehler, dass es diese fabelhafte Band da schon nicht mehr gab. Dennoch blieb er an der Gitarrenmusik hängen, spielte dann selbst in einigen unbedeutenden Augsburger Bands und Session-Formationen. Heute ist er noch immer fasziniert von Gitarrenheld*innen sowie Pop- und Rockmusik, mag aber die gesamte Vielfalt der Musikgenres. In seiner Betätigung als Publizist freut er sich, die Musikervereinigung KUKI e.V. redaktionell unterstützen zu können!</p>
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