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	<title>Gitarre &amp; Bass - KUKI Express - Augsburg</title>
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	<description>Online-Magazin für Musik, Kultur und Lifestyle</description>
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	<title>Gitarre &amp; Bass - KUKI Express - Augsburg</title>
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		<title>Ein vertrautes Instrument neu entdecken: Wie Georg Koenig seine Duesenberg Bonneville umgebaut hat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Koenig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Instrumente]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Koenig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal braucht es nicht viel, um eine vertraute Gitarre wieder neu zu entdecken. In meinem Fall war es ein einziges, gut durchdachtes Upgrade, das meine Beziehung zu einer Duesenberg Bonneville spürbar vertieft hat. Der Umbau auf die KH‑2 Pickups von NOwaxx hat nicht nur den Klang verändert, sondern vor allem meine Spielfreude neu entfacht. Die [&#8230;]</p>
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<p><strong>Manchmal braucht es nicht viel, um eine vertraute Gitarre wieder neu zu entdecken. In meinem Fall war es ein einziges, gut durchdachtes Upgrade, das meine Beziehung zu einer Duesenberg Bonneville spürbar vertieft hat. Der Umbau auf die KH‑2 Pickups von NOwaxx hat nicht nur den Klang verändert, sondern vor allem meine Spielfreude neu entfacht.</strong></p>



<p><strong>Die Ausgangsidee: Klang als Gefühl</strong></p>



<p>Ausgangspunkt war weniger der Wunsch nach „mehr“ im technischen Sinn, sondern nach einem bestimmten Gefühl. Ich suchte einen offenen, dynamischen Singlecoil‑Sound, der sich im Alltag bewährt – klar, direkt und lebendig, aber ohne die typischen Nebengeräusche, die viele klassische Konzepte mit sich bringen. Der KH‑2 versprach genau das, und nach einiger Recherche entschied ich mich, diesen Weg zu gehen.</p>



<p><strong>Der erste Eindruck nach dem Umbau</strong></p>



<p>Nach dem Umbau wurde schnell klar, dass hier mehr passiert war als ein bloßer Austausch von Bauteilen. Schon die ersten gespielten Akkorde wirkten offener, luftiger und direkter. Die Gitarre reagierte sensibler auf meinen Anschlag, Feinheiten im Spiel kamen deutlicher zur Geltung.</p>



<p>Einzeltöne standen klar im Raum, Akkorde hatten mehr Tiefe und Transparenz. Besonders beeindruckt hat mich die Kombination aus klassischem Singlecoil‑Charakter und vollständiger Brummfreiheit – ein echter Gewinn, nicht nur im Studio, sondern auch im ganz normalen Spielalltag.</p>



<p><strong>Nachhaltiger Effekt statt kurzem Wow‑Moment</strong></p>



<p>Was den KH‑2 für mich ausmacht, ist dabei nicht ein kurzfristiger „Wow‑Effekt“, sondern ein nachhaltiges Spielgefühl. Die Gitarre fühlt sich inspirierender an, motiviert dazu, bewusster zu spielen und mehr mit Dynamik und Ausdruck zu arbeiten. Es ist diese Art von Veränderung, die man nicht sofort messen kann, die aber dazu führt, dass man die Gitarre häufiger in die Hand nimmt.</p>



<p><strong>Entwicklung aus der Praxis</strong></p>



<p>Entstanden ist dieser Pickup nicht am Reißbrett, sondern aus der Praxis heraus. In der Zusammenarbeit von <strong>Gitarrist Kurt Härtl</strong> und <strong>Pickup‑Wickler Martin Hornauer</strong> spürt man deutlich den gemeinsamen Anspruch, ein Werkzeug für Musiker zu schaffen – keinen Effekt, keinen Selbstzweck. Die langjährige Bühnen‑ und Studioerfahrung trifft hier auf handwerkliche Konsequenz und eine klare klangliche Vorstellung.</p>



<p><strong>Fazit: Mehr Richtigkeit im Spielgefühl</strong></p>



<p>Natürlich bleibt Klang immer subjektiv, und am Ende kommt der Ton zu einem großen Teil aus den Fingern. Aber dieser Umbau hat mir gezeigt, wie stark ein gut abgestimmter Tonabnehmer das Spielgefühl und die Inspiration beeinflussen kann. Die Duesenberg Bonneville wurde nicht neu erfunden, hat aber an Offenheit, Ausdruck und Direktheit gewonnen.</p>



<p>Für mich steht fest: Der Wechsel auf die KH‑2 Pickups war die richtige Entscheidung. Nicht, weil plötzlich alles anders klingt – sondern weil sich alles ein Stück richtiger anfühlt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1240" style="width:381px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-768x1024.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-225x300.jpg 225w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-1152x1536.jpg 1152w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-1536x2048.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20251121_100729-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption><span class="media-credit">Georg Koenig</span></figcaption></figure>



<p></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-649 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-683x1024.jpg 683w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-200x300.jpg 200w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-768x1152.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-1024x1536.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-1365x2048.jpg 1365w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-400x600.jpg 400w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC00303-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Georg Koenig</h2>



<p>Als Kind der 60er in einem musikalischen Elternhaus geboren. Erste Band 1975: <strong>SURF </strong>(Gitarrenpop). <br>Zuletzt u. a. in den Formationen <strong>Crossover</strong>, <strong>Backdoor Connection</strong>, <strong>KUKI Karaoke Band</strong> und mit Solo-Projekten unterwegs, z. B. <strong>KOENIG and Friends &#8211;</strong> <strong>ABTAUCHEN</strong>.</p>
</div></div>



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		<title>„Koff dr mol a gscheits Kabel“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benny Lück]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bandwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Instrumentenkabel]]></category>
		<category><![CDATA[Kabel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Instrumentenkabel ist kein Rock-’n’-Roll-Objekt. Niemand schreibt Songs darüber. Niemand posiert damit auf Instagram. Aber ohne ein zuverlässiges Kabel bleibt selbst die teuerste E-Gitarre stumm. Ein Artikel über das meistunterschätzte Teil im Musikerleben – und warum ein guter Rat aus Augsburg manchmal völlig reicht. Der Satz fiel irgendwann während einer Gitarrensession zweier Freunde von mir. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Ein Instrumentenkabel ist kein Rock-’n’-Roll-Objekt. Niemand schreibt Songs darüber. Niemand posiert damit auf Instagram. Aber ohne ein zuverlässiges Kabel bleibt selbst die teuerste E-Gitarre stumm. Ein Artikel über das meistunterschätzte Teil im Musikerleben – und warum ein guter Rat aus Augsburg manchmal völlig reicht.</strong></em></p>



<p>Der Satz fiel irgendwann während einer Gitarrensession zweier Freunde von mir. Keine große Bühne, kein Publikum, kein Produzent im Nacken. Zwei Gitarren, zwei Verstärker, ein paar Riffs – und ein Sound, der irgendwie nicht so wollte, wie er sollte. Irgendwann war die Geduld am Ende. Einer schaute auf den Boden, deutete auf eine der Strippen zwischen Gitarre und Amp und sagte trocken: „Koff dr mol a gscheits Kabel.“</p>



<p>Kein Technikvortrag, kein Forenwissen, keine Messwerte. Einfach eine pragmatische Diagnose in Augsburger Mundart. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr scheint da drinzustecken:</p>



<p>Das Instrumentenkabel ist wahrscheinlich das meistunterschätzte Teil im gesamten Set-up.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr als nur ein Stück Draht</h2>



<p>Gitarren, Bässe, Verstärker, Pedale – über all das wird leidenschaftlich diskutiert. Tonhölzer, Röhren, Pick-ups, Boutique-Effekte mit kryptischen Namen. Und das Kabel? Liegt irgendwo auf dem Boden. Wird getreten, verknotet, verliehen, vergessen. Hauptsache, es kommt irgendwie Ton raus.</p>



<p>Dabei übernimmt das Instrumentenkabel eine wichtige Funktion: die Verbindung zwischen Instrument und Verstärker. Und was dazwischen passiert, ist klanglich und praktisch relevanter, als viele glauben.</p>



<p>Keine Sorge: Jetzt folgt kein Technikseminar, nur ein kurzer Blick darauf, worauf man beim Kauf eines Instrumentenkabels wirklich achten sollte – verständlich, alltagstauglich und ohne großes Tamtam.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Macht ein Kabel wirklich einen Unterschied?</h2>



<p>Kurz gesagt: Ja, aber keinen magischen.</p>



<p>Ein Kabel kann keinen schlechten Sound gut machen. Aber ein schlechtes Kabel kann einen guten Sound ruinieren. Besonders bei passiven Instrumenten wie E-Gitarren oder klassischen E-Bässen wirkt sich das Kabel auf den Klang aus.</p>



<p>Der Hauptgrund dafür ist die Kapazität. Der Wert der Kapazität eines Instrumentenkabels wird in Picofarad pro Meter (pF/m) angegeben. Je niedriger dieser Wert, desto mehr Höhen bleiben erhalten. Hohe Kapazitätswerte machen den Klang dagegen dumpfer, weniger offen – als hätte jemand heimlich am Tonregler gedreht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Länge: Weniger ist oft mehr</h2>



<p>Einer der einfachsten Klangtipps überhaupt lautet: Nimm nur so viel Kabel, wie du wirklich brauchst.</p>



<p>Jeder zusätzliche Meter erhöht die Kapazität – und damit potenziell den Höhenverlust. Im Wohnzimmer oder Proberaum reichen oft drei bis fünf Meter völlig aus. Auf der Bühne darf es etwas mehr sein, aber 15&nbsp;Meter „zur Sicherheit“ sind selten sinnvoll.</p>



<p>Wer mit aktiven Tonabnehmern, einem Buffer oder einem Pedalboard spielt, ist hier entspannter unterwegs. Für alle anderen gilt: Kürzer ist meistens besser.</p>



<p>Dabei darf man jedoch eines nicht vergessen: Klangvorstellungen sind subjektiv. Nicht jeder sucht die maximale Brillanz oder möglichst viele Höhen. Viele legendäre Liveauftritte der 1960er-Jahre wurden mit aus heutiger Sicht unvorstellbar langen Kabeln gespielt – im Extremfall über 20&nbsp;Meter. Offenbar hat das weder die Gitarristen noch das Publikum gestört.</p>



<p>Ein etwas dunklerer, weniger brillanter Klang kann also durchaus gewollt sein und Teil des persönlichen Sounds werden. Entscheidend ist nicht ein theoretisch „richtiger“ Klang, sondern der, mit dem man sich wohlfühlt und musikalisch ausdrücken kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ruhe bitte: Abschirmung und Störgeräusche</h2>



<p>Ein gutes Instrumentenkabel soll nicht nur das Signal weiterleiten, sondern auch Störungen draußen halten. Brummen, Knacken oder Einstreuungen kommen oft nicht vom Verstärker, sondern vom Kabel.</p>



<p>Eine saubere Abschirmung schützt vor elektromagnetischem Müll aus Lampen, Netzteilen oder schlecht gelaunten Neonröhren. Gerade live oder im Proberaum macht sich das bemerkbar.</p>



<p>Wenn ein Kabel schon beim bloßen Bewegen knistert, ist das kein Charakterzug, sondern ein Problem.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mechanische Qualität: Das wahre Leben ist kein Wohnzimmer</h2>



<p>Kabel werden getreten, geknickt, über Bühnenkanten gezogen und hektisch eingepackt. Deshalb ist die mechanische Qualität mindestens genauso wichtig wie der Klang.</p>



<p>Worauf es ankommt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>solide Stecker mit Zugentlastung</li>



<li>ein flexibler, aber robuster Mantel</li>



<li>saubere Verarbeitung im Inneren (auch wenn man sie nicht sieht)</li>
</ul>



<p>Ein gutes Kabel klingt nicht besser, aber es hält länger. Und Nerven sind bekanntlich begrenzt belastbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Ein guter Rat, der hängen bleibt</h2>



<p>Das Kabel ist kein Teil des Set-ups, mit dem man angibt. Aber eines, auf das man sich verlassen können muss – im Proberaum genauso wie auf der Bühne. Wenn ich heute an diese Session meiner Freunde zurückdenke, an den genervten Blick und diesen einen Satz „Koff dr mol a gscheits Kabel“, dann war das nicht nur ein Spruch, sondern ein ziemlich brauchbarer Rat fürs Musikerleben.</p>



<p>Ein gutes Kabel macht keinen besseren Musiker aus dir und rettet auch keinen schlechten Song, aber es sorgt dafür, dass dein Sound genau so ankommt, wie du ihn dir vorstellst.</p>



<p>Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen Frust und Spielfreude.</p>



<p>Vielleicht braucht es also gar keine langen Diskussionen, keine Messdiagramme und keine Glaubenskriege. Manchmal reicht ein Blick auf den Boden – und a gscheits Kabel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dank</h2>



<p>Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr.-Ing. Manfred Zollner für seine freundliche Unterstützung und das Gegenlesen dieses Artikels. Prof. Zollner war viele Jahre Professor an der OTH Regensburg und hat sich über Jahrzehnte intensiv mit der Physik von Elektrogitarren, Verstärkern und Lautsprechern sowie mit Fragen der Elektro- und Raumakustik beschäftigt.</p>



<p>Besonders erwähnenswert ist seine umfangreiche und frei zugängliche Website „Physik der Elektrogitarre“ (<a href="https://www.gitarrenphysik.de/">www.gitarrenphysik.de</a>), die für Musikerinnen und Musiker ebenso wie für technisch Interessierte eine außergewöhnliche Wissensquelle darstellt.</p>



<p>2024 wurde Prof. Zollner von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) für sein wissenschaftliches Lebenswerk mit der Helmholtz-Medaille ausgezeichnet – eine Würdigung, die nicht nur seine Forschung ehrt, sondern auch seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich und praxisnah zu vermitteln. Umso mehr freut es mich, dass er mit seiner Expertise dafür gesorgt hat, dass dieser Artikel nicht unbeabsichtigt zur Verbreitung technischen Unsinns beiträgt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-1067" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Helmholtz-Medaille_fuer_Manfred_Zollner_Foto_Julian_Martitz.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Foto: Julian Martitz</span> Prof. Zollner (Mitte) mit der Helmholtz-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Akustik</figcaption></figure>



<p></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-663 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-225x300.jpg 225w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-1152x1536.jpg 1152w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Benny Lück</h2>



<p>Als ich zur Welt kam, grüßte Desmond Dekker mit „Israelites“ von Platz eins der deutschen Charts, 38 Tage später begann das Woodstock-Festival – musikmäßig ging’s also schon mal ganz gut los. Meine weitere musikalische Sozialisation ist schnell erzählt: leiernde Kassetten, Disco, Schlager der Woche, „TNT“ in brüllender Lautstärke auf dem Jungsklo der Hauptschule, bis der Hausmeister dem Spuk ein Ende setzte – so was eben. Heute schraddle ich auf meiner Larrivée L-03. Nicht auf irgendwelchen Bühnen, nur bei uns zu Hause, weshalb mich meine Frau auch schon als „Sofagitarrist“ bezeichnet hat. Und ich darf für den KUKI Express schreiben. Toll!</p>
</div></div>



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			</item>
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		<title>Bandwissen – ein Feature der Münchner Band „KissMan“ (Teil 2)</title>
		<link>https://express.kuki-augsburg.de/bandsundleute/interview/bandwissen-ein-feature-der-muenchner-band-kissman-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen &quot;Joe&quot; Cantner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Bandwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Booking]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[KissMan]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Kisslinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um „Bandwissen“ in einer etwas breiter angelegten Form, und zwar in zwei Teilen. Im ersten Teil des Beitrags „Bandwissen – ein Feature der Münchner Band „KissMan“ haben wir über die Newcomer-Band KissMan und ihre ersten Auftritte berichtet, so insbesondere auch bei „KUKI Your Stage!“ im Bombig Bar &#38; Garage. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/bandsundleute/interview/bandwissen-ein-feature-der-muenchner-band-kissman-teil-2/">Bandwissen – ein Feature der Münchner Band „KissMan“ (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um <strong>„Bandwissen“ in einer etwas breiter angelegten Form</strong>, und zwar in <strong>zwei Teilen</strong>.</p>



<p><a href="https://express.kuki-augsburg.de/bandsundleute/portraet/bandwissen-ein-feature-der-muenchner-band-kissman-teil-1/">Im ersten Teil des Beitrags <strong>„Bandwissen – ein Feature der Münchner Band „KissMan“</strong></a> haben wir über die Newcomer-Band <strong>KissMan</strong> und ihre ersten Auftritte berichtet, so insbesondere auch bei <strong>„KUKI Your Stage!“</strong> im <strong>Bombig Bar &amp; Garage</strong>.</p>



<p>Hier nun:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="305" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi-1024x305.jpg" alt="" class="wp-image-1050" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi-1024x305.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi-300x89.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi-768x228.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi-1536x457.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/KissMan_Logo_2000dpi.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p>Mit <strong>Sabrina Kisslinger</strong>, der Band-Leaderin von <strong><a href="https://www.kissman-band.de/">KissMan</a></strong> und zugleich Namensgeberin (zusammen mit dem Leadgitarristen <strong>Michael Sachmann</strong>), bin ich seit unserem Kennenlernen in regelmäßigem Austausch, und so verfolge ich aufmerksam die weitere Entwicklung der aufstrebenden Formation. Interessant für die Leserschaft von <strong>KUKI Express</strong> und vor allem andere Newcomer-Bands sind sicherlich die zentralen Aspekte <strong>Technik</strong>, <strong>Booking</strong> und <strong>Marketing</strong>. Hierzu habe ich mit Sabrina jüngst ein ausführliches und zudem recht fröhliches <strong>Interview</strong> geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Entree</h2>



<p><em>Hallo Sabrina, prima, dass wir uns zum Interview treffen! Für die Leserschaft als Hintergrundinformation eine Entree-Frage: Wie lange gibt es eure Band schon, was war die Vorgeschichte?</em></p>



<p>Hey Joe! Vielen Dank für die Einladung und schön, dass wir uns wieder sehen! Du bist ja direkt unser Pressesprecher geworden <em>(zwinkert)</em>. Uns gibt es in dieser Formation tatsächlich erst seit November 2024, wir kennen uns aber schon mehrere Jahre aus anderen Bands. Mit Michael und dem Drummer Sebastian habe ich einige Jahre in der 80s-Cover-Rock-Band <strong>Fursty Rocks</strong> gespielt, damals noch als Bassistin. Mit Jenfry spielte ich bei der Hardrockband <strong>KissKat</strong>. Beide Formationen gibt es mittlerweile nicht mehr, aber dafür KissMan (lacht). Zur Gründung kam es wegen meines Bruders: Er ist der Organisator von Europas größtem Sprintervan-Festival und hat mich letztes Jahr wiederholt gefragt „Schwester, magst nicht spielen? Es muss aber unplugged sein“. Und da sich gerade die bisherigen Bands aufgelöst hatten, habe ich Michael, Sebastian und Jenfry kurzerhand angerufen und gefragt „Hey, habt ihr Bock? Gig steht, 1. Mai, 3 Stunden, unplugged!“. Alle haben sofort „ja“ gesagt, und wir merkten, dass das richtig gut läuft und harmoniert. Dann haben wir beschlossen, nicht nur unplugged, sondern auch mit MEHR POWER – wie Tim Taylor in „Hör mal wer da hämmert“ so schön sagt – das Programm umzusetzen. Im Endeffekt gibt es uns noch nicht lange, da ich aber alle Musiker schon kannte, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das musikalisch wie menschlich passt. Und die Intuition hat das auch bestätigt. Bitte entschuldige die lange Geschichte, aber ich wundere mich selbst ab und zu noch, dass das alles so geklappt hat, und ich freu mich wahnsinnig, dass die Band so klasse geworden ist. Ich habe schon viele Bands gegründet und auch wieder aufgelöst, weil es entweder menschlich oder musikalisch nicht mehr gepasst hat und KissMan ist im Moment wie ein Jackpot für mich und macht mich und auch alle „meiner“ Jungs total glücklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. KissMan-Technik</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1042" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-1024x768.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-300x225.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-768x576.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-1536x1152.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-2048x1536.jpg 2048w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_194819-136x102.jpg 136w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p><em>Nun kommen wir zum Thema Technik! Die berühmten und teuren Mesa-Boogie- und ENGL-Amps machen – neben dem präzisen Auf-den-Punkt-Spielen – viel von eurem kraftvollen Sound aus, gibt es dazu einen Hintergrund?</em></p>



<p>Ja, in der Tat gibt es dazu einen Hintergrund. Freut mich sehr, dass dir das auffällt! Wir sind der Überzeugung, dass der Klang und Sound einer Band wichtig sind und man sich als Band auch damit ein Alleinstellungsmerkmal baut. Wir haben ja alle angefangen, ein Instrument zu spielen, weil uns der Klang fasziniert hat – an der Gitarre <strong>Joe Perry</strong>, <strong>Michael Schenker</strong>, am Bass F, an den Drums <strong>Thomas Lang</strong> und an den Vocals <strong>Kevin Cronin</strong>, <strong>Bryan Adams</strong>, <strong>Meat Loaf</strong> – um nur wenige zu nennen. Mittlerweile gibt es ja viele und auch gute digitale Lösungen, aber der Klang basiert halt auf einer Sinuskurve und die kann digital mit 0 und 1 nicht genauso abgebildet werden. Schlussendlich kommt es immer auf die Art der Musik an, aber wir sind eine AOR-Rockband und unsere Helden standen und stehen mit Fullstacks und Monitoren auf der Bühne. Das Gefühl wollen wir einerseits haben und – ganz ehrlich – wir wollen unser Equipment natürlich auch nutzen.</p>



<p><em>Also die teuren analogen Röhren-Amps! Was gibt es dazu zu sagen?</em></p>



<p>Es ist uns wichtig, dass der Sound von der Bühne kommt, wir haben keine „silent stage“. Was noch benötigt wird, fährt der Mischer über die PA dazu. Michael speziell hat einen guten Einkanaler gesucht, da er viel mit Pedals arbeitet. Und dann lief halt der Mesa mal beim Kirstein über den Weg <em>(zwinkert)</em>. Mesa steht für Qualität, das passt gut zu uns <em>(lacht)</em>. Und ich persönlich spiele einen ENGL Combo, weil – nach dem Ausschlussverfahren – Marshall klangmäßig nicht in den Bandsound für mich passt und ich kein Fender-Amp-Fan bin. Fender-Gitarren ja, ich spiele ja die Tele, aber nicht als Amp. Und netterweise ist ENGL auch noch eine deutsche Firma und im Falle eines Schadens kann ich den Amp vom Hersteller reparieren lassen. Ich hatte den Fall schon mit einem anderen ENGL und das lief so super, dass das ein wichtiger Punkt in meiner Equipment-Entscheidung wurde. Mit der Akustikgitarre gehe ich als Ausnahme tatsächlich über &#8217;ne DI Box, die ich präzise EQ-en kann, ins Mischpult. Aber auch hier zählt die hohe Qualität der einzelnen Instrumente, der DI Box und der sonstigen Effekte im Signalweg. Dennoch bin ich gerade am Überlegen, auch einen Amp mitzunehmen.</p>



<p><em>Aha, warum? Dann hat man wiederum mehr Equipment und Geschleppe?</em></p>



<p>Weil sonst meine Argumentation mit dem Bühnensound nicht stimmt <em>(lacht)</em> Ne, im Ernst: genau deswegen. Bei uns kommt der Sound von der Bühne und die Akustikgitarre aber nicht. Ich mag’s auch lieber, nur den Gesang über die Monitore zu haben, den Rest (also Gitarren und Bass) hör ich gern von hinter mir. Da geht es vielleicht auch ein bisschen ums Prinzip <em>(lacht noch mehr)</em>. Und ganz ehrlich: Der eine Amp ist auch schon egal, wenn ich den noch mitnehme.</p>



<p><em>Amps sind beim Klang das eine, die Gitarren das andere. Du und Michael, ihr beide spielt Fender-Gitarren mit Single-Coil-Tonabnehmern. Warum nutzt ihr keine Kombination mit einer Humbucker-Tonabnehmer-Gitarre, also prädestiniert eine Gibson Les Paul?</em></p>



<p>Michael spielt Fender Strat als Leadgitarrist – einerseits ganz banal, weil er ein Tremolo braucht, und andererseits, weil der Herr <strong>Richie Sambora</strong> von <strong>Bon Jovi</strong> halt sein größter Held ist <em>(lacht)</em>. Mir fiel die Wahl der Gitarre nicht ganz so leicht. Mein erster Hero war <strong>Slash</strong> mit seiner Les Paul. Aber als Sängerin hab ich schnell gemerkt, dass ich noch nicht so versiert bin, vier Drehregler und einen Pickup-Wahlschalter zu bedienen und zu singen <em>(lacht)</em>. Und das beides im Idealfall auch noch in hoher Qualität. Vor circa zwei Jahren lief mir dann diese rote Fender Tele rein – eigentlich wollte ich nie Tele spielen. Aber ich muss zugeben: als Sängerin ist das für mich die beste Wahl. Wahrscheinlich hat sich das der <strong>Bruce Springsteen</strong> damals auch gedacht. Der hat ja auch mit einer Les Paul angefangen und wollte dann unbedingt die Tele. The rest is history, wie man so schön sagt. Was uns bestätigt, ist regelmäßiges Feedback nach unseren Auftritten vom Publikum, das zu uns kommt und sagt: „Ihr habt aber &#8217;nen geilen Sound“. Das freut uns natürlich besonders.</p>



<p><em>Du hast ja angesprochen, dass ihr Bühnensound wollt und der „Rest über die PA dazu gefahren wird“. Die gehört aber nicht zu eurem Equipment?</em></p>



<p>Genau! Wir spielen nur Locations, in denen eine PA vorhanden ist. Und dies aus dem einfachen Grund, dass dann auch die PA für die Größe der Location ausgelegt ist. Die PA selbst mitzubringen birgt für mich zu viel Risiko im Hinblick auf „ist sie zu klein, hören nicht alle was“ oder „die ist komplett überdimensioniert“. In den meisten Locations ist ja regelmäßig Livemusik und dann ist es für den Wirt auch keine außerordentliche Investition in eine passende stationäre Anlage. Das Schöne ist dann, dass der Hausmischer auch gleich vor Ort ist und die Anlage kennt. Ich hab zwar den Traum eines festen Mischers, der uns immer mischt, einfach, weil er die Songs kennt, er weiß, wann welche Effekte zum Beispiel auf die Stimme zu legen sind, und beim Soundcheck alles einfach schneller geht. Aber daran arbeiten wir noch <em>(lacht)</em>.</p>



<p><em>Also bleibt es zunächst beim Hausmischer. Dem seid ihr dann mehr oder weniger ausgeliefert?</em></p>



<p>Was nach draußen über die PA noch dazukommt, entscheidet der Hausmischer. Da sind wir komplett raus und mischen uns auch nicht ein, weil der Mischer ja den Club kennt und weiß, wie der Sound sein soll. Also: wenn ihr mal was nicht hört, wir zu laut sind, oder was auch immer – geht zum Mischer <em>(lacht)</em>. Den Satz kann man vielleicht weglassen <em>(lacht lauter)</em>.</p>



<p><em>Und wie steht es mit der Basis, also Schlagzeug und Bassgitarre. Den Viersaiter bediente bislang Jenfry, in der Drehleier hattet ihr nun Mike am Bass. Der ist ja ein altgedienter Routinier, und da macht schon alleine das spielerische Können den Sound besser?</em></p>



<p>Ja genau, und die KissMan-Cap macht echt 20 Jahre jünger, gell <em>(lacht)</em>? Ich kenne den Mike schon viele Jahre, der hat schon mit meinem Freund zusammen Musik gemacht. Und bei <strong>Who Knows</strong> und <strong>ZEP</strong> ist er ja sowieso bekannt. Manchmal ändern sich einfach Situationen im Leben, dass eine Band mit dem entsprechend geforderten Zeitaufwand nicht mehr reinpasst, und so hat uns Mike spontan ausgeholfen. Wir sind mit Jenfry immer noch in gutem Kontakt und gehen auch ab und zu essen. Der offizielle Nachfolger wird Mike aber nicht, der muss nicht mehr proben, wir aber schon <em>(lacht)</em>. Unser neuer Mann am Bass ist <strong>Raimund „Ray“ Rieger</strong>, lustigerweise war er mein Vorgänger am Bass bei <strong>Fursty Rocks</strong>. Er stieg damals aus, weil er sich auf Deutschrock, sprich die Band <strong>„Das Kubinat“</strong> konzentrieren wollte, und dank ihm lernte ich eigentlich dann erst Michael und Sebastian kennen.</p>



<p><em>Das ist ja ein richtiges Hin und Her. Gibt es da auch Reibereien?</em></p>



<p>Ich finde es immer schade, wenn man im Streit auseinandergeht, das muss einfach nicht sein. Klar ist eine Trennung nicht schön, aber man kann ja ganz offen sagen, was einen stört. Und das muss man auch – sonst staut sich alles irgendwann zu stark auf und dann fliegen die Fetzen und man geht wirklich im Streit auseinander. Also mein Tipp: Redet miteinander, was euch stört – und sagt auch gern mal, was gut ist <em>(lacht)</em>! Die Band ist wirklich wie eine Beziehung. Reden hilft, hat meine Oma schon gesagt.</p>



<p><em>Und was gibt es zu eurem Schlagzeuger Sebastian zu sagen, der ist offenbar eine sichere und solide Basis?</em></p>



<p>Sebastian, der mystische Mann im Hintergrund, der ungern auf Social Media auftaucht <em>(lacht)</em>. Aber ja, du hast Recht. Basti ist die Rhythmusmaschine im Hintergrund, und mit den Backing Vocals gibt er dem gesamten Bandsound natürlich auch noch seine eigene Note. Aber da er ja wenig auf Social Media auftauchen will, müsst ihr zu den Gigs kommen, um mehr über ihn zu erfahren <em>(zwinkert)</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. KissMan-Booking</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="600" height="600" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Plakat-Szenerie-Drehleier.png" alt="" class="wp-image-1051" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Plakat-Szenerie-Drehleier.png 600w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Plakat-Szenerie-Drehleier-300x300.png 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/Plakat-Szenerie-Drehleier-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<p><em>© Jan Reiser</em></p>



<p><em>Jetzt interessiert natürlich, wie ihr zu euren Auftritten kommt. Wie kam denn der Kontakt zu „KUKI YourStage!“ und zum Bombig zustande?</em></p>



<p>Ich kenne das Bombig noch aus den Anfangszeiten auf dem Gelände der Reese-Kaserne. Damals spielte mein Lebensgefährte Bastian Krauß in der Band <strong>Dispatch Skulls</strong> und die wiederum war eine der ersten Bands im Bombig. Ich habe die Band auch als Fotografin begleitet und war über die Jahre ziemlich oft dort. Seit damals verfolge ich in den sozialen Medien sehr genau, was im <strong>Bombig</strong> passiert. Und als <strong>KUKI</strong> sich vor ca. zwei Jahren mehr eingeklinkt hat und die YourStage! ins Leben gerufen hat, habe ich mit meiner damaligen Band <strong>Fursty Rocks</strong> bei einer der ersten YourStages gespielt. Die Leute vom Bombig kenne ich ja eh schon viele Jahre und so haben sich die Freundschaften erweitert und ich habe viele neue Leute dort kennen gelernt. Es ist einfach ein klasse Club mit tollen Menschen, die ihn betreiben.</p>



<p><em>Also war „KUKI YourStage!“ wieder ein gutes Startportal, nunmehr für KissMan.</em></p>



<p>Genau! Das Format ist echt klasse, wenn man als Band noch unbekannt ist. Als wir mit KissMan Anfang des Jahres bühnenfertig waren, habe ich uns dann beworben – die Connections haben nicht geholfen <em>(lacht)</em>. Wir wurden mit <strong>Obazda</strong> zusammengewürfelt und den Rest des Abends kennst du ja. Vielleicht noch ein Wort zur Orga: Die ist nämlich echt klasse. Du bekommst vorab schon so viele Infos, dass du eigentlich nur noch mit deinem Zeug kommen musst und spielen. Du schickst den Stage Rider und alles ist vorbereitet, du musst nur noch lesen, wo du welche Kabel einstöpseln musst, Soundcheck, fertig. Echt klasse! Und der <strong>Gerhard</strong> <em>[Anm.: Gerhard Lechner, der Bombig „Barbeque-Chef“]</em> hat dann auch noch den Grill angeworfen, wir wurden da schon sehr verwöhnt!</p>



<p><em>Und wie ich in der Folge erleben konnte, habt ihr regelmäßig Kombinationsauftritte. Strebt ihr das an?</em></p>



<p>Kombinationsauftritte finde ich super – gerade, wenn man zusammengewürfelt ist. Das erweitert auch den eigenen Horizont wieder ein bisschen. Die Erwartungshaltung vom Publikum geht schon sehr stark in die Richtung, dass eine ähnliche Musikrichtung am Abend von den Bands gespielt wird. Klar bringt jeder seine Fans mit, aber wir hatten es auch schon, dass die Fans der anderen Band bei uns dann draußen beim Rauchen standen <em>(lacht)</em>. Alles gut, ich nehme das auch nicht übel, aber ich versetze mich dann eher selbst ins Publikum, und frage mich, wie viel ist man dann bereit, für den Eintritt zu bezahlen.</p>



<p><em>Apropos Eintrittsgelder – wie wird das geregelt?</em></p>



<p>Im Regelfall haben die Clubs, in denen wir spielen, eine Vorgabe. Ich persönlich bin zum Beispiel vom „Spenden-Hut“ ein großer Fan. Wenn jemand vom Club damit rumgeht und es ernst nimmt, dann ist da auch was drin.</p>



<p><em>Also so wie bei KUKI beziehungsweise im Bombig üblich?</em></p>



<p>Genau! Beim fixen Eintrittsgeld hingegen bin ich immer etwas kritisch: Wie viel ist man bereit, für eine Coverband – die wir ja sind – für einen Abend zu bezahlen? Wie viele Bier oder Spezis kann man dann noch trinken? Und wie hoch ist das eigene Einkommen? Umsonst ist auch immer so ‘ne Sache – was umsonst ist, ist nix wert. Aber mein Bauchgefühl und Eindruck ist, dass für zwei Bands am Abend 15 Euro das Maximum ist. Der Eintritt wird ja im Voraus bezahlt. Wenn dir die Bands dann nicht gefallen oder eine der beiden, ist es blöd. Deswegen finde ich den Hut dann wieder gut: Wenn mir das total gut gefallen hat, werfe ich persönlich auch oft mehr rein, als der Eintritt wahrscheinlich gekostet hätte.</p>



<p><em>Die Eintrittsgelder müssen schließlich auch Kosten abdecken?</em></p>



<p>Das ist sicherlich anders, wenn die Band selbst Locations bucht, wie zum Beispiel das Backstage in München. Da hast du Raummiete, Fixkosten, usw. Das wird dann ja auch auf die Ticketpreise umgerechnet. Aber das machen wir ja nicht.</p>



<p><em>Und warum?</em></p>



<p>Dafür braucht die Band schon eine große Fangemeinde, sonst stehst du vor leerer Halle. Schau dir zum Beispiel die Augsburger Band <strong>Coldheart</strong> an: Die haben Clubs, Clubs, Clubs und nochmal Clubs gespielt, haben immer super abgeliefert. Und jetzt erst mieten sie das Spektrum. Dann macht das Sinn, aber wir sind da noch am Anfang unserer Karriere.</p>



<p><em>Thema Zuschauerzahlen – woher kommen denn eure Zuschauer?</em></p>



<p>Von der Couch <em>(lacht laut)</em>?! Ne, im Ernst&nbsp; – ich sehe die Verantwortung 50:50, beim Wirt und bei der Band. Ohne Werbung in der Location, ohne Plakate und Social Media weiß ja niemand was. Und genauso muss es die Band machen. Plakate sind zwar nicht mehr oft gewollt, aber dann zumindest über Social Media. Wir schreiben auch unser näheres Umfeld immer persönlich an und machen die Leute auf die Gigs aufmerksam. Da sagen auch viele: „Sag mir Bescheid, wenn du da und da spielst.“ In der heutigen schnellen Zeit kriegt man viel doch nicht mit und vergisst es wieder. Und dann ist man doch dankbar, nochmal ‘nen persönlichen Reminder zu bekommen.</p>



<p><em>Eine Frage zum Booking im engeren Sinne – da gibt es Agenturen, aber das macht ihr ja selbst. Wie akquiriert ihr eure Clubs?</em></p>



<p>Es fängt alles an in den Clubs, die man kennt. Und dann arbeiten wir uns vor mit Bewerbungen und Besuchen in neuen Locations. Es ist völlig o.k., wenn man mit einer zweiten Band gebucht wird, das ist für den Veranstalter natürlich sicherer im Hinblick auf Publikum. Und so erweitert sich dann die Gig-Liste Jahr um Jahr. Manchmal werden wir auch von befreundeten Bands gefragt, ob wir einspringen können, wie bei der <strong>Drehleier</strong>. Ich kenne Jan von <strong>„The Jan Solo Project“</strong> schon viele Jahre, habe bei ihm in den Anfangstagen Bass gespielt und wir verstehen uns einfach immer noch super. Unser Glück ist, dass für alle meine Musiker die Band einen sehr hohen Fokus hat. Wenn Bandmitglieder erst noch andere Hobbies als „Prio“ vor der Band haben, wir es schwierig, spontan einzuspringen. Aber im Endeffekt sollte man sich die Clubs raussuchen, in denen man spielen will und aktiv sein möchte. Eine E-Mail hinschicken reicht oft einfach nicht. Es gibt so viele Bands und so wenige Clubs, die werden ja alle überrannt. Also sollte man sich was einfallen lassen, warum der Veranstalter genau dich spielen sehen will. Es ist ja auch „nur“ Verkauf – was ist dein Alleinstellungsmerkmal, warum sollst du dort spielen?</p>



<p><em>Wie ist der aktuelle Stand für 2026?</em></p>



<p>Die Bookings sind in vollem Gange. Wir spielen zum Beispiel nochmals bei der <strong>KUKI YourStage!</strong>, in der <strong>Bonanzbar</strong>, im <strong>Sugar Shack</strong> und natürlich beim <strong>Sprintervan Festival</strong>. Mittlerweile planen wir zwölf Monate im Voraus. Einspringen für eine erkrankte Band kann immer vorkommen. Aber die wenigen Clubs, die es noch gibt, haben natürlich massiven Andrang. Somit tut jede Band gut, sich immer und dauerhaft um die Gigs zu kümmern, weil im Regelfall schon viele Termine ausgebucht sind.</p>



<p><em>Du sagst „wenige Clubs“. Wie ist hier die Entwicklung?</em></p>



<p>Es werden schon immer weniger Clubs mit Livebühnen im Laufe der Jahre, auch wenn es immer wieder Ausnahmen und Neueröffnungen gibt. Hier würde ich gerne das <strong>Sugar Shack</strong> in München und den <strong>Starclub</strong> in Donauwörth nennen. Und natürlich das <strong>Bombig</strong>, das nach dem Aus in der Reesekaserne weiter gemacht hat <em>(zwinker)</em> – schön, dass sich hier neue Räumlichkeiten gefunden haben! Aber viele Clubs schließen wegen behördlichen Auflagen, weil das Gebäude verkauft und abgerissen wird. Etwa zugunsten von Büroflächen – siehe <strong>Podium</strong> in München, usw. usw. Das führt dann natürlich zu dem oben genannten Ansturm auf die verbleibenden Clubs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. KissMan-Marketing</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1035" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-1024x768.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-300x225.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-768x576.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-1536x1152.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-2048x1536.jpg 2048w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/1763973744445-136x102.jpg 136w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p><em>Wollen wir uns dem Marketing zuwenden. Das Thema Social Media hast du schon erwähnt!</em></p>



<p>Ohne Social Media geht’s nicht mehr – leider. Es ist nämlich signifikanter Aufwand. Klar, früher bist du rumgefahren und hast Plakate aufgehängt. Heute musst du Videos machen, Fotos posten, Reminder, regelmäßig am besten, denn sonst gehst du in dem Ranking unter. Je mehr die Band spielt, desto mehr Content ist natürlich da. Aber allein das immer daran denken, hier noch ein Post, da eine Story, ist schon manchmal mühsam. Und Video schneiden kann ich zum Beispiel nicht. Ein Arbeitskollege hat mir bisher geholfen, der wird jetzt aber Papa und hat keine Zeit mehr. Klar gibt es Firmen, aber die arbeiten verständlicherweise auch nicht umsonst, und dann stellt sich halt wirklich irgendwann die Frage, was machst du alles? Die Veranstalter fordern auch von den kleinen und neuen Bands das volle Paket – Facebook, Instagram und YouTube. Ja, aber das was zählt, ist doch die Livequalität, oder?</p>



<p><em>Das kann ich nur unterstreichen. Dennoch gucke ich mir auch gerne Videos an, da sitzt man immer in der ersten Reihe!</em></p>



<p>Ich hab unser letztes Video geschnitten, ich brauche dafür acht Stunden. In der Zeit könnte ich auch üben – oder schlafen <em>(lacht)</em>. Da muss man sich dann halt wirklich die Frage stellen, was man leisten kann und was die Veranstalter aber gerne haben wollen. Sind jetzt Videos und die Außendarstellung wichtiger oder die Qualität eines Auftritts? Wenn ich live schlecht bin, aber einen tollen Social-Media-Auftritt habe, hilft das auch keinem. Und wie die großen Bands, die ein Mediateam haben, das haben wir halt nicht. Da muss man ein bisschen die Kirche im Dorf lassen, finde ich. Werbung ist wichtig, aber in welchem Umfang? Wir haben knapp 100 Follower auf Instagram. Früher hast du das alles nicht gehabt und die Mund-zu-Mund-Propaganda hat dir geholfen, wenn du gut warst. Darum ging es. Nicht um „shiny shiny bling bling“-Fotos. Es wäre schön, wenn das wieder etwas mehr werden würde.</p>



<p><em>Helfen euch die Clubs?</em></p>



<p>Die Zusammenarbeit mit dem Club ist extrem wichtig. Da gibt es Clubs, die richtig viel Werbung machen, Posts teilen, Plakate aufhängen – <strong>Bombig</strong> ist da super, meinen größten Respekt! Und dann gibt es andererseits Veranstalter, die vielleicht mal eine Story von dir teilen, beim Video die „Collab-Markierung“ [Anm.: Funktion auf Instagram, um einen Beitrag mit einem anderen Account gemeinsam zu veröffentlichen, so dass er auf beiden Profilen erscheint und die Reichweite vergrößert wird] nicht annehmen und anderes. Wofür dann der ganzen Aufwand und warum wird es dann gefordert? Es ist doch Werbung für beide Seiten. Werbung muss sein, ganz klar, aber der Fokus auf Social Media ist schon echt krass. Ich versteh auch die Memes, die sagen, Musiker sind mehr als 50&nbsp;% Content Creators. Und nur weil du viel postest, heißt es auch nicht, dass viele Leute kommen. Man bekommt ja alles zuhause auf die Couch serviert. Hach, ein heißes Thema <em>(seufzt heftig)</em>.</p>



<p><em>Was habt ihr sonst noch im Marketing-Programm?</em></p>



<p>Wir haben ganz banal Plakate machen lassen und kleinere Flyer, die wir bei jedem Gig auslegen. Wobei Plakate eigentlich niemand mehr will. Zudem noch Logo-Aufkleber. Hier hilft uns Michaels Frau Vanessa immer, wofür ich unendlich dankbar bin. Sie kümmert sich darum, dass das alles ausliegt, die nächsten Gigs auf den Flyern stehen, sie macht auch die Fotos und damit füllt sich Social Media auch wieder ein bisschen <em>(lacht)</em>. Ach ja, nochmal Social Media: Das Investment in Kameras für die Videos ist übrigens auch nicht zu unterschätzen <em>(lacht)</em>. Und von dir bekommen wir natürlich auch noch mediale Unterstützung <em>(zwinkert)</em>. Das war ja komplett ungeplant und unvorhersehbar!</p>



<p><em>Hinter der Band steht also noch ein kleines Team?</em></p>



<p>Ja, genau. Sowas macht es viel einfacher. Und es ist echt toll, wenn dich jemand unterstützen will, so wie du ja soeben. Das ist so schön. Und man lernt, auch einfach mal ja zu sagen und Unterstützung anzunehmen. Viele unserer Fans machen auch in ihren Stories schon Werbung für uns, das ist klasse.</p>



<p><em>Und diese Fans belohnt ihr dann mit Berücksichtigung auf eure Gästeliste!</em></p>



<p>Ganz klar, Gästeliste muss ein. Okay, man kann nicht immer jeden draufschreiben, aber gerade die Unterstützer und Fans der ersten Stunde, die zu jedem Gig kommen, die sollen wirklich nix zahlen. Da sind einfach die Unterstützung und der Applaus wichtiger.</p>



<p><em>Nochmals Marketing-Artikel: Ihr habt auch ein ganz spezielles Produkt im Programm!</em></p>



<p>Genau, wir haben uns für Caps entschieden, weil T-Shirts sehr umfangreich und teurer in der Anschaffung sind. Du brauchst unterschiedliche Größen, Ladies, Men, usw. Man muss es ja auch mitnehmen und präsentieren. Caps haben wir deshalb gemacht, weil es wenige Bands gibt, die so etwas anbieten. Aber ich bin ehrlich, die meisten haben wir verschenkt <em>(lacht)</em>. Oder eine wurde uns vermeintlich geklaut …</p>



<p><em>Sprichst du da etwa auf mich an?!</em></p>



<p>Nööö <em>(lacht laut)</em>! Es war aber zu lustig, als mir einer nach dem Gig in der <strong>Drehleier</strong> entrüstet sagte, dass da einer aus dem Back kam, die Cap aufsetzte und ging. Und noch mehr, als du mir dann später das Foto von deinem Heimweg nach Augsburg mit der Cap schicktest und mitteiltest, bei der Aussicht auf „20 Jahre jünger“ konntest du nicht widerstehen. Zu gut <em>(lacht laut)</em>!!</p>



<p><em>Ich musste tatsächlich sehr eilig aufbrechen, um meinen Zug zurück nach Augsburg nicht zu verpassen. Sonst hätte ich natürlich artig angefragt. Zu meinem Glück hab ihr den „Cap Rob“ nicht durch einen „Cap Cop“ ahnden lassen. Die sehr gut verarbeitete „KissMan-Cap“ ist ja nicht ganz günstig. Habt ihr ein festes Marketing-Budget?</em></p>



<p>Haben wir tatsächlich nicht gesetzt. Wir warten jetzt mal ab, was noch so kommt und worauf wir Bock haben. Ich spicke immer bisschen bei den großen Bands, was die so machen und worauf die Leute stehen. Und was auch preislich in Ordnung ist. Für uns ist es keine Einnahmequelle wie für Berufsmusiker. Daher können wir da etwas entspannter drangehen. Aber wenn wir zumindest ein bisschen was damit dazuverdienen können und zum Beispiel die Proberaummiete drin ist, ist es schon cool. Nach der Steuererklärung bleibt dann aber eh nicht mehr viel übrig.</p>



<p><em>Noch eine Abschlussfrage: Würdest du der KUKI-Community für mögliche weitere Fragestellungen zur Verfügung stehen? Sicherlich gibt es noch einige Detailaspekte, zu denen du Tipps geben könntest.</em></p>



<p>Na klar, immer gern <em>(strahlt)</em>!</p>



<p>Also dann! Weitere <strong>Infos zu KissMan</strong> und die Kontaktdaten von Sabrina Kisslinger finden sich auf der Band-Homepage unter: <a href="https://www.kissman-band.de/">https://www.kissman-band.de/</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="766" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-1024x766.jpg" alt="" class="wp-image-1046" style="aspect-ratio:1.336799169396024;width:297px;height:auto" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-1024x766.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-300x225.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-768x575.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-1536x1150.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-2048x1533.jpg 2048w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251114_214336-136x102.jpg 136w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Text &amp; Fotos:</strong> Joe (Jochen Cantner – auf dem Bild 20 Jahre jünger, mindestens! Anm. der Redaktion <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> )</p>
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		<title>Zwölf Saiten: Höchste Zeit für ein Comeback!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benny Lück]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2025 07:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[12-saitige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon merkwürdig. Im Lauf der Jahrtausende hat die Menschheit allerlei Dinge erfunden – die Dampfmaschine, WhatsApp-Familiengruppen, den veganen Leberkäs –, aber eine ihrer schönsten Errungenschaften lässt sie einfach links liegen: die zwölfsaitige Gitarre. Zwölf Saiten! Das ist doch ein Statement! Es folgt ein dringender Appell für mehr Jingle. Und mehr Jangle. Die zwölfsaitige [&#8230;]</p>
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<p><strong><em>Es ist schon merkwürdig. Im Lauf der Jahrtausende hat die Menschheit allerlei Dinge erfunden – die Dampfmaschine, WhatsApp-Familiengruppen, den veganen Leberkäs –, aber eine ihrer schönsten Errungenschaften lässt sie einfach links liegen: die zwölfsaitige Gitarre. Zwölf Saiten! Das ist doch ein Statement! Es folgt ein dringender Appell für mehr Jingle. Und mehr Jangle.</em></strong></p>



<p>Die zwölfsaitige Gitarre war mal jemand, war prominent und begehrt. In den Sechzigern und Siebzigern konnte man wahrscheinlich kein Radio aufdrehen, ohne dass einem dieser helle, schimmernde Jingle-Jangle-Sound entgegenkam, der einem sofort das Gefühl gab, die Welt sei in Ordnung. George Harrison spielte eine. Die Byrds sowieso. Tom Petty schwor darauf. Und ohne die zwölfsaitige Gitarre wäre <em>Hotel California</em> vielleicht nur ein gewöhnliches Motel an irgendeiner Ausfallstraße.</p>



<p>Doch mit den Jahren ist sie verschwunden. Einfach so. Sang- und klanglos. Was insofern tragisch ist, weil Sang und Klang ja gerade ihre Spezialität ist.</p>



<p>Eigentlich darf ich mich gar nicht beschweren. Und schon gar nicht jammern. Ich trage schließlich selbst zum allmählichen Vergessen bei. Ja, ich besitze eine zwölfsaitige Gitarre und ich behandle sie schlecht. Sträflich missachtet fristet sie ihr Dasein auf dem Schlafzimmerschrank. Alle paar Monate hole ich sie vielleicht aus ihrer staubigen Tasche – dann kommt es mir vor, als würde sie sagen: „Als ich jung war, konntest du die Finger nicht von mir lassen, und jetzt lässt du mich hier vergammeln, du Mistkerl!“</p>



<p>Und sie hat ja recht.</p>



<p>Denn so ist das mit der Zwölfsaitigen: Man spielt sie kurz an und alles wird sofort größer, irgendwie glitzernder. Das ist ein Gefühl, als würden George Harrison und Tom Petty gemeinsam auf einer Wolke sitzen, einem zunicken und „Mach weiter!“ sagen. Wem bitte geht da nicht das Herz auf?</p>



<p>Und eins ist auch klar: Ohne die Zwölfsaitige wäre die Musikgeschichte um etliche magischen Momente ärmer. Der geheimnisvolle Anfangsakkord von <em>A Hard Day’s Night</em> wäre nicht das vielleicht meistdiskutierte Pop-Intro aller Zeiten und keiner hätte sich je bemüßigt gefühlt, bei Wikipedia darüber einen eigenen Abschnitt zu verfassen. Und bei den ersten Tönen von <em>Wish You Were Here</em> oder <em>Free Fallin’</em> stellt sich doch unmittelbar dieses wohlige Gefühl ein, als käme ein lieber Freund zu Besuch.</p>



<p>Doch die Realität ist gnadenlos pragmatisch. Eine Gitarre mit sechs Saiten ist praktischer, schneller gestimmt, weniger empfindlich. Sie ist quasi der VW Golf unter den Gitarren. Solide, verlässlich, unauffällig. Die Zwölfsaitige hingegen – eher ein Oldtimer. Traumhaft schön, aber mit Tücken. So ein Instrument fordert mehr Aufmerksamkeit ein. Und mehr Geduld. Für jeden Saitenwechsel muss man gefühlt einen halben Nachmittag einplanen.</p>



<p>Doch dafür kann sie etwas, was keine andere Gitarre kann: den Sound mit einem Schlag auf „episch“ drehen. Von „ganz nett“ zu „Holla, ist hier gerade der Sommer ausgebrochen?!“ Und das ohne Pedalboard-Effekt-Wahnsinn. Sie lässt simple Akkorde klingen, als hätte jemand heimlich ein kleines Orchester ins Arrangement geschmuggelt. Sie ist im Grunde die Doppelrahmstufe des Rock ’n’ Roll – alles wird irgendwie mehr. Mehr Glitzern. Mehr Schimmern. Mehr von allem, was gut ist.</p>



<p>Trotzdem steht sie nur rum oder landet auf dem Schrank. Oder im Koffer. Oder hinter dem Sofa. Während ihre sechs<em>saitige Cousine </em>das ganze Rampenlicht einstreicht.</p>



<p>Das bringt mich zum entscheidenden Punkt (und liebe KUKI-Bands, damit seid ihr gemeint).</p>



<p><strong>Bringt die Zwölfsaitige zurück ins Licht!</strong></p>



<p>Befreit dieses wunderbare Instrument aus den Kellern, Abstellkammern, Dachböden oder den Gitarrentaschen mit seit 2015 geplatztem Reißverschluss: Holt sie raus. Gebt ihnen neue Saiten, ein bisschen Zuwendung, vielleicht sogar einen Namen. Elektrisch oder akustisch, von mir aus auch frisch aus dem Laden, egal wie: Rauf auf die Bühnen damit und überall dorthin, wo Leute stehen, Bier trinken und glauben, schon alles gehört zu haben.</p>



<p>Bringt diesen schimmernden, glitzernden, federleichten Jingle-Jangle-Sound zurück in die Welt. Vielleicht ist es ja genau das, was wir brauchen: wieder ein bisschen Hoffnungsklang, ein bisschen Byrds-Summertime-Gefühl, ein bisschen Magie, die nicht aus dem Laptop kommt.</p>



<p>Und vielleicht schreibt ihr damit Geschichte. Vielleicht sogar Gitarrengeschichte. Oder wenigstens die Geschichte eines verdammt guten Gigs.</p>



<p>Also nochmal, liebe KUKI-Bands:</p>



<p><strong>Lasst die Zwölfsaitige wieder auferstehen!</strong></p>



<p>Und ich? Ich hole meine morgen vom Schrank runter. Ehrlich.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-663 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-225x300.jpg 225w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-1152x1536.jpg 1152w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Benny Lück</h2>



<p>Als ich zur Welt kam, grüßte Desmond Dekker mit „Israelites“ von Platz eins der deutschen Charts, 38 Tage später begann das Woodstock-Festival – musikmäßig ging’s also schon mal ganz gut los. Meine weitere musikalische Sozialisation ist schnell erzählt: leiernde Kassetten, Disco, Schlager der Woche, „TNT“ in brüllender Lautstärke auf dem Jungsklo der Hauptschule, bis der Hausmeister dem Spuk ein Ende setzte – so was eben. Heute schraddle ich auf meiner Larrivée L-03. Nicht auf irgendwelchen Bühnen, nur bei uns zu Hause, weshalb mich meine Frau auch schon als „Sofagitarrist“ bezeichnet hat. Und ich darf für den KUKI Express schreiben. Toll!</p>
</div></div>



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		<title>Was macht eigentlich Wolfgang Schludi?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja Hadek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2022 07:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es muss geil sein! Lieber einfach und nicht so kompliziert. KUKI Express: Die meisten musikinteressierten Leser dürften dich kennen und wir freuen uns, dass dieses Treffen heute klappt. Du bist ja schon einige Jahre als Gitarrist unterwegs und da gibt es sicherlich einiges zu erzählen. Beispielsweise die Frage, was der Auslöser für dich war mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Es muss geil sein! Lieber einfach und nicht so kompliziert.</strong></p>



<p><strong>KUKI Express:</strong> Die meisten musikinteressierten Leser dürften dich kennen und wir freuen uns, dass dieses Treffen heute klappt. Du bist ja schon einige Jahre als Gitarrist unterwegs und da gibt es sicherlich einiges zu erzählen. Beispielsweise die Frage, was der Auslöser für dich war mit dem Gitarrenspiel anzufangen und was hat dich inspiriert hat?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Vielen Dank für die Einladung. Natürlich habe ich mich darüber gefreut. Meine Musiksucht hat mich dazu gebracht, Gitarre lernen anzufangen. Als Jugendlicher hörte ich u.&nbsp;a. die Schallplatten von Pink Floyd und Deep Purple und es waren die von David Gilmour und Richie Blackmore gespielten Gitarrenriffs und Soli, die mich faszinierten. Stundenlang blätterte ich durch diverse Musikkataloge, bis ich dann eine eigene Gitarre hatte. Danach übte und spielte ich ununterbrochen.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Kannst du dich noch an deine erste Gitarre erinnern?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Oh ja! Das war ein Strat-Nachbau von CIMAR, die damalige Billigmarke von Ibanez. Ich konnte darauf so einen schnellen Triller spielen, der nach mehr klang als er eigentlich war. Die Jungs von Knüppelhart hörten mich 1978 und so kam ich zu meiner ersten Band. Ich war damals 15 Jahre alt. Zu dieser Zeit war ich noch richtig fleißig und übte quasi Tag und Nacht.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Was waren in diesen vierundvierzig Jahren als Gitarrist deine persönlichen Highlights?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Da gäbe es einiges zu erzählen. Ich nenne jetzt mal die beiden Auslandsauftritte in Shanghai mit der AC/DC Tribute Band AM/FM. Auch dass ich bei der Hank Davison Band mit Gästen wie Glen Hughes oder dem Sänger von Toto zusammen auf der Bühne stand und spielte. Wir hatten mit dieser Band auch Opener-Jobs bei ZZ Top, Gotthard, Saxon, Rory Gallagher, Lynyrd Skynyrd, Jethro Tull, Scorpions u. v. m.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Wenn man wie du schon so viel erlebt hat, gibt es da noch Wünsche oder Träume?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Eigentlich habe ich mehr erreicht, als ich mir wünschte. Im Rockpalast zu spielen war noch auf der Wunschliste, aber ich bin zufrieden mit dem, was war und aktuell ist.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Meistens sieht man dich ja an der E-Gitarre und eher selten mit der Akustikgitarre. Ist das nicht so dein Ding?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Akustik-Blues fand ich super und spiele auch gerne auf der Akustikgitarre, bin aber kein echter Akustikspieler.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Seit ein paar Jahren verwendest du auf der Bühne hauptsächlich eine bestimmte Gitarre. Ein Modell, das nicht so geläufig ist wie eine Les Paul oder eine Stratocaster.</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Das ist eine Nick-Huber-Gitarre. Ich wollte mir mal etwas Vernünftiges mit P90 Pickup (Tonabnehmer) zulegen und war deshalb in einem Musikgeschäft nordwestlich von Augsburg. Es sollte eine Suhr Jazz Master Pro werden, die ich dort auch kaufte. Man zeigte mir auch die Nick-Huber-Gitarre. Bereits auf der Heimfahrt ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf und die kommende Nacht konnte ich kaum schlafen. Am nächsten Morgen fuhr ich los und holte mir auch diese Gitarre (lacht). Bei Auftritten wechsle ich selten die Gitarre. Früher hatte ich alles dabei – heute nicht mehr. Jede Gitarre hat ihre Zeit. Ich hatte meine Telecaster jahrelang nicht mehr im Einsatz. Bei der Hank Davison Band passte sie dann wieder perfekt.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Als Verstärker verwendest du ja einen Kemper. Was war für dich der Grund, deine Röhrenverstärker nicht mehr bei Auftritten einzusetzen?</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Der Kemper ist sehr leicht und flexibel, hat Effekte drin und klingt vor allem fantastisch. Als Ersatzamp habe ich noch einen BluGuitar Amp-1, der ebenfalls ein Leichtgewicht ist. Auch schleppe ich keine 4x12er-Boxen mehr mit mir rum. Der Kemper geht live per DI ins Mischpult und mir reichen auf der Bühne kleine Boxen völlig aus.</p>



<p><strong><strong>KUKI Express:</strong></strong> Vielen Dank für dieses sehr interessante Gespräch.</p>



<p><strong>Wolfgang:</strong> Es war schön, hier im Biergarten des Bombig zu sitzen und sich entspannt über Musik zu unterhalten. Ich freue mich jetzt schon, mit meiner aktuellen Lieblingsband Label Z bald wieder im Bombig spielen zu dürfen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" data-id="604" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-604" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-683x1024.jpg 683w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-200x300.jpg 200w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-768x1152.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-1024x1536.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-1365x2048.jpg 1365w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-400x600.jpg 400w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_2-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" data-id="605" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-605" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-683x1024.jpg 683w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-200x300.jpg 200w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-768x1152.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-1024x1536.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-1365x2048.jpg 1365w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-400x600.jpg 400w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_on-stage_edit1-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="886" height="586" data-id="606" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_PRS.jpg" alt="" class="wp-image-606" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_PRS.jpg 886w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_PRS-300x198.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/09/Schludi_PRS-768x508.jpg 768w" sizes="(max-width: 886px) 100vw, 886px" /></figure>
</figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wolfgangs Bands (Auszug)</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>1978–1981</strong> Knüppelhart (Anfänger-Rock, Augsburg)</li>



<li><strong>1981–1982</strong> Lyrock (Anfänger-Rock, Augsburg)</li>



<li><strong>1982–1983</strong> The Daltons (Independent, Augsburg)</li>



<li><strong>1983–198?</strong> Exodus (Hardrock, Vorläufer von Manalishi, Augsburg)</li>



<li><strong>198?–1989</strong> Manalishi (Hardrock/Metal, Augsburg)</li>



<li><strong>1989</strong> Brainpower (Hardrock/Metal Cover, nur ein Gig)</li>



<li><strong>1989–1992</strong> Stormwitch (Metal, Heidenheim)</li>



<li><strong>1992–2009</strong> Hank Davison Band / Dos Hombres / Hank Davison unplugged (Biker Heavy Blues Rock, Augsburg)</li>



<li><strong>1992–1995 und 2009–2014</strong> Live Wire (AC/DC Cover, Augsburg/München)</li>



<li><strong>2012–2015</strong> AM/FM (AC/DC Cover, Nürnberg)</li>



<li><strong>2013–2015</strong> Los Rockzipflos (Akustik-Trio, Augsburg)</li>



<li><strong>2012–2015</strong> Richmond (Rock, Ingolstadt)</li>



<li><strong>2015–2019</strong> Claudia Cane Band (Rock, München)</li>



<li><strong>2015–2018</strong> Overdose (AC/DC Cover, München)</li>



<li><strong>2016–2017</strong> Dangerous Young (AC/DC Cover, Landsberg am Lech)</li>



<li><strong>2018</strong> Judas Prost (Judas Priest Cover, Augsburg)</li>



<li><strong>2018–jetzt</strong> Label Z (Hardrock/Metal Cover, Augsburg)</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Jochens TechTalk: Gitarrenverstärker in den 80ern &#8211; Vielfalt und Rückbesinnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Haug]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 May 2022 09:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielfalt In den 80ern setzten sich die Trends der 70er erstmal fast geradlinig fort. Vielfalt und Leistung waren weiterhin wichtig &#8211; so ziemlich jeder Hersteller brachte mehrkanalige Amps heraus. Ein Einschleifweg für Effekte waren ein Muss für einen Amp, der im Zeitgeist mithalten wollte. Auch wenn die damaligen Loops noch nicht so richtig praxisgerecht sein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Vielfalt</strong></p>



<p>In den 80ern setzten sich die Trends der 70er erstmal fast geradlinig fort. Vielfalt und Leistung waren weiterhin wichtig &#8211; so ziemlich jeder Hersteller brachte mehrkanalige Amps heraus. Ein Einschleifweg für Effekte waren ein Muss für einen Amp, der im Zeitgeist mithalten wollte. Auch wenn die damaligen Loops noch nicht so richtig praxisgerecht sein wollten &#8230;<br>Von Marshall kamen die JCM800 2205/2210 auf den Markt. Fender hatte die Rivera-Serie mit Concert II, Super Champ usw. am Start. Gute Amps, aber irgendwie auch alle etwas kompromissbehaftet.</p>



<p>Die sagenumwobenen Boogies wurden mit dem Mark IIB und IIC immer ausgefuchster bzw. komplizierter &#8211; und mit Startpreisen um die 3.000 DM kaum erschwinglich &#8230;</p>



<p>Gleichzeitig wurde auch fleißig gegenseitig abgekupfert. Kitty Hawk orientierte sich zuerst bei Dumble, PCL kopierte den Boogie Mark IIB. Laney bediente sich mit den AORs ganz erheblich bei der Master-Volume-Serie von Marshall. Ein Acoustic G100T hat frappierende Ähnlichkeit mit einem Boogie Mark IIC.</p>



<p>Für härteren Rock musste selbstverständlich ein Master-Volume-Marshall (2203/2204) mit einer oder zwei 4&#215;12&#8243; auf der Bühne stehen. Ansonsten sah man natürlich immer noch viele Twin Reverbs und AC30s auf den Clubbühnen.</p>



<p><strong>Transistoramps</strong></p>



<p>Die Zeit der Röhrentechnik schien irgendwie endlich. Die Gitarristen waren wohl die letzten, die solches Zeug immer noch brauchten. Transistoramps wie Award Session, H|H, Roland, Teisco oder Craaft wurden immer häufiger. Alle großen Hersteller hatten eine vollständige Serie von Halbleiteramps. Manche dieser Amps wie etwa die Sessionette von Steward Ward waren sogar richtig gut. Irgendwie träumte aber fast jeder Gitarrist von einem „echten&#8220; Röhrenamp.</p>



<p><strong>Programmierbare Amps und Racks</strong></p>



<p>Die ersten Hersteller versuchten sich bereits Anfang der 80er mit programmierbaren Vorstufen und Amps. Pioniere waren Stamer mit dem H&amp;K AS64, ENGL mit dem Digital-Amp und Dynacord mit der Reference-Serie. Acht abrufbare Sounds waren für die damalige Zeit schon sehr mächtig. Das sollte später noch weitergehen</p>



<p>Ende der 80er standen bei den Profis plötzlich kühlschrankgroße Racks mit Röhrenpreamps und Stereo-(Röhren-)Endstufen auf den Bühnen. Alles kombiniert mit hochwertigen Effektprozessoren aus der Studiotechnik. Delays, Pitchshifter, Reverbs und Kompressoren. Lexicon und Eventide. Die Verwaltung der Sounds übernahmen ausgeklügelte Umschaltsysteme &#8211; z. B. von Bradshaw, Cornish oder von EXEF. Das sollte sich dann auch im Bereich der Semi-Profis und Hobby-Musiker fortsetzen.</p>



<p>Firmen wie Rocktron, Digitech erschienen auf dem Markt. Die Sounds wurden irgendwie synthetischer, effektbeladen.</p>



<p><strong>Alteisen</strong></p>



<p>Die alten Amps der ersten Generation mutierten erstmal zu Gebrauchtware und wurden immer billiger. Wenn man heute die damalige Kleinanzeigenrubrik im alten Fachblatt durchstöbert, dann treibt es einem die Tränen in die Augen. Alte Blackfaces, Plexis oder ein JMI AC30 für 500 DM waren da keine Seltenheit.</p>



<p><strong>Die Zeit der Modder</strong></p>



<p>Parallel setzte sich auch bei uns ein Trend fort, der in den 70ern in den Staaten mit Paul Rivera, Jose Arrendondo, Alexander Dumble und Randall Smith von MESA begonnen hatte.</p>



<p>Alte, damals billige Marshalls wurden mit Bohrmaschine und Lötkolben bearbeitet &#8211; die Zeit des Amp-Tunings hatte auch bei uns begonnen. Manchem Besitzer eines alten Plexies kommen in Anbetracht des Wertverlustes heute noch die Tränen.</p>



<p>Thomas Reussenzehn in Hessen versorgte die Rodgau Monotones mit seinen Reu-o-Grande Marshalls, Dirk Baldringer war im Raum Köln, Bernd Stephan im Ruhrpott, Reinhold Bogner in Ulm. Sie alle nahmen das Eisen der alten Amps als Basis und versahen sie mit zusätzlichen Features.</p>



<p>In München konnte man sich bei Lake Placid Guitars seinen Marshall oder Fender modden lassen oder gleich einen getunten kaufen. 2-kanalig, 3-kanalig, Einschleifwege, Gain, was auch immer &#8230; Mastermind war dort ein gewisser Peter Diezel.</p>



<p><strong>Boutique Amps</strong></p>



<p>In den USA begannen kleine Firmen alternative Wege zu gehen. Ampentwickler wie Mike Soldano, Steve Fryette von VHT und Ken Fischer von Trainwreck kamen mit eigenständigen Modellen auf den Markt. Qualitativ hochwertig und innovativ. Teilweise schienen diese Amps &#8211; ähnlich den getunten Teilen &#8211; viele Limitierungen der klassischen Marshalls und Fenders hinter sich zu lassen. Keine Kompromisse &#8211; aber das auch im Geldbeutel.</p>



<p>Parallel dazu starteten andere Companies wie z. B. Victoria und Kendrick mit exakten und liebevoll aufgebauten Replicas der alten Fender Tweed-Amps der 50er. Ebenfalls ohne Kompromisse &#8211; auch klanglich. Man hatte eine echte Alternative zu den alten Originalen &#8211; nicht billig, aber immer noch halbwegs bezahlbar. Im Gegensatz zu den echten alten Amps. Die Zeit der Boutique-Amps hatte begonnen.</p>



<p><strong>Der Vintage Boom</strong></p>



<p>Trotz aller Neuerungen gab es aber immer noch Gitarristen, die weiterhin ihr altes Zeugs mit sich rumschleppten. Van Halen hatte damals immer noch seinen alte 100W Plexi am Start. Bei Rory Gallagher standen sein AC30, sowie Tweed Bandmaster und Bassman auf der Bühne. Manchmal auch ein alter Ampeg. Ein junger aufstrebender Gitarrist aus Texas prügelte ab dem Anfang der 80er seinen Sound aus einer alten Pre-CBS-Strat und vorwiegend alten Blackface-Fenders. Der Dornröschenschlaf der „alten&#8220; Amps sollte enden.</p>



<p><strong>Die Reissues</strong></p>



<p>Ende der 80er wurden als Folge dessen einige der alten Legenden wieder neu aufgelegt &#8211; mehr oder weniger authentisch. Bei Fender war auf einmal ein brauner Vibroverb im Angebot sowie ein 4&#215;10&#8243; Tweed Bassman. Von Marshall konnte man den 1959 mit 100W ohne Master Volume sowie den JTM45 beinahe wieder im klassischen Look kaufen. Als Combo gab es den 1962 Bluesbreaker.</p>
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		<title>Klaus Winklers „My little Guitarworld“: acht Stunden Gitarren stimmen und „The Kids Are Alright“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja Hadek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 08:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klaus Winkler ist mehr als ein Gitarrenliebhaber. Durch seine große Liebe zur Musik und vor allem die besondere Leidenschaft für Gitarren verfügt er mittlerweile über eine sagenhafte Sammlung. Mitten in Nördlingen befindet sich Klaus Winklers „MY LITTLE GUITARWORLD“, ein Gitarrenmuseum der ganz besonderen Art. Wir waren dort zu Besuch und staunten nicht schlecht, was wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Klaus Winkler ist mehr als ein Gitarrenliebhaber. Durch seine große Liebe zur Musik und vor allem die besondere Leidenschaft für Gitarren verfügt er mittlerweile über eine sagenhafte Sammlung.</strong></p>



<p>Mitten in Nördlingen befindet sich Klaus Winklers <strong>„MY LITTLE GUITARWORLD“</strong>, ein Gitarrenmuseum der ganz besonderen Art. Wir waren dort zu Besuch und staunten nicht schlecht, was wir zu hören und sehen bekamen.</p>



<p>Wie aus seiner Zwei-Zimmer-Wohnung ein Museum mit 180 Instrumenten wurde, erzählte er uns in einem eineinhalbstündigen Gespräch.</p>



<p>Jede Gitarre, egal wie alt und ob elektrisch oder akustisch, ist spielbereit. Dafür wendet Klaus regelmäßig vor seinen Führungen bis zu acht Stunden auf, nur um die Saiteninstrumente zu stimmen.</p>



<p>Unweigerlich stellt man sich die Frage wie es kommt, dass jemand seine ganze Kraft und Zeit für das Sammeln, das Instandsetzen und die Präsentation von Gitarren aufwendet.</p>



<p>Im Kindesalter von gerade mal zwei Jahren war es das Schaufenster des örtlichen Musikgeschäfts <strong>Macher</strong> in der Löpsinger Straße, das ihn mit den vielen Instrumenten in den Bann zog. Seine Mutter brachte ihm als Sechsjährigem das Spielen auf einer Gitarre bei, die er vorher auf dem Dachboden fand. Als Jugendlicher und bis vor wenigen Jahren spielte er immer wieder in diversen lokalen Bands, unter anderem bei den <strong>„Silver Stars“</strong> und der Formation <strong>„Yorcks“</strong>, die er selbst 1965 gründete.</p>



<p>Beruflich übte Klaus erfolgreich den Beruf des Raumausstatters aus. Schon damals war ihm jedoch klar, dass er in seinem Ruhestand Gitarren sammeln und ausstellen möchte, niemals jedoch damit handeln.</p>



<p>Bereits beim Betreten der <strong>„My little Guitarworld“</strong> fällt dem aufmerksamen Besucher ein Bilderrahmen ins Auge, der ein außergewöhnliches Dokument beinhaltet. Der originale Künstlervertrag der Band <strong>„The Who“</strong> für das legendäre Woodstock-Festival, der ein zufälliger Nebenerwerb beim Kauf einer gebrauchten Schallplatte war.</p>



<p>Gleich danach betritt man den ersten Raum, der voll ist mit Gitarren unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Machart. Geschickt integriert sind zwischendrin immer wieder interessante Gitarrenverstärker, die dazu einladen die Instrumente in die Hand zu nehmen und direkt zu spielen. Das ist von Klaus Winkler auch ausdrücklich so gewollt und gewünscht. „Außer in der Antarktis kennt weltweit jeder mein Museum“, sagt Klaus voller Stolz, der auch ein wunderbarer Geschichtenerzähler ist und sich für seine Gäste bei Voranmeldung sehr viel Zeit nimmt.</p>



<p>Im hinteren Raum, dem früheren Wohnzimmer, findet man neben Gitarren unter anderem auch die unterschiedlichsten Mandolinen. Immer wieder kommen neue Instrumente dazu. „Wer am Fünften eines Monats noch Geld hat, ist geizig!“, ist seine Devise. Und so ist es kaum verwunderlich, dass er praktisch sein ganzes Geld in diese außergewöhnliche und interessante Ausstellung steckt.</p>



<p>Tief beeindruckt von dem kleinen großen Museum und dem Menschen Klaus Winkler fuhren wir am Abend zurück nach Augsburg und waren uns sicher, dass das nicht unser letzter Besuch der <strong>„My little Guitarworld“</strong> war. Zur Nachahmung, nicht nur für Gitarristen, empfohlen. Klaus freut sich auf euch. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="589" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1-1024x589.jpeg" alt="" class="wp-image-541" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1-1024x589.jpeg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1-300x173.jpeg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1-768x442.jpeg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1-1536x884.jpeg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-3-1.jpeg 1792w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="406" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-1-1-406x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-542" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-1-1-406x1024.jpeg 406w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-1-1-119x300.jpeg 119w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Klaus-Winkler-1-1.jpeg 420w" sizes="(max-width: 406px) 100vw, 406px" /></figure>
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		<title>Jochens TechTalk: Gitarren- und Instrumentalverstärker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 08:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gitarre & Bass]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum brauch&#8216; ich eigentlich einen Gitarrenverstärker? Die Aufgabe des Gitarrenverstärkers hat sich über die Jahre stark verändert – oder doch nicht? Teil 1 eines kleinen Streifzugs durch die Geschichte der Instrumentalverstärker … Die Anfänge In den 50ern, als der Rock noch rollte, die Jungs Schmalzlocke und die Mädchen Petticoat trugen und die E-Gitarre noch jung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/instrumente/gitarre/jochens-techtalk-gitarren-und-instrumentalverstaerker/">Jochens TechTalk: Gitarren- und Instrumentalverstärker</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
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<p><strong>Warum brauch&#8216; ich eigentlich einen Gitarrenverstärker?</strong></p>



<p>Die Aufgabe des Gitarrenverstärkers hat sich über die Jahre stark verändert – oder doch nicht? Teil 1 eines kleinen Streifzugs durch die Geschichte der Instrumentalverstärker …</p>



<p>Die Anfänge In den 50ern, als der Rock noch rollte, die Jungs Schmalzlocke und die Mädchen Petticoat trugen und die E-Gitarre noch jung war … Ja: Damals war die Antwort auf diese Frage einfach: „Damit man die E-Gitarre auch hören kann!“</p>



<p>Die Verstärker in dieser Ära waren eigentlich leicht modifizierte Ausgaben von Omas Röhrenradio. Der mechanische Aufbau sowie die Lautsprecher waren robuster. Die Bedienungselemente beschränkten sich auf Lautstärkeregler, vielleicht noch eine Klangblende. Oft gab es noch einen Eingang für ein Mikrofon.</p>



<p>In den Staaten waren Marken wie Fender, Gretsch und Gibson sowie Valco weit verbreitet.</p>



<p>Die Hersteller von E-Gitarren mussten auch Verstärker anbieten.</p>



<p>Auf unserer Seite des Teichs waren es VOX, Selmer, Echolette und Dynacord. In den späten 50er- und den frühen 60er-Jahren wurden die Amps vielseitiger, bekamen „echte“ Klangregelungen und „Effekte“ – Tremolo – in der Hoffnung, auch die Organisten abzuholen. Hall für den Raumklang.</p>



<p>Ziel war immer noch eine möglichst verzerrungsarme Wiedergabe. Einer der ersten Slogans von Marshall war „what goes in comes out – just bigger“ …</p>



<p><strong>When Rock was young …</strong></p>



<p>Ab Mitte der 60er-Jahre entdeckten die Rock-Gitarristen so langsam, dass sie ihre Amps auch als Mittel zur Gestaltung ihrer Sounds nutzen konnten. Clapton, Hendrix, Dave &amp; Ray Davies von den Kinks, die Stones …</p>



<p>Laut machen – ja das sollten sie immer noch.</p>



<p>Aber das Übersteuerungsverhalten wurde auch immer wichtiger. PAs im heutigen Sinn gab es noch nicht – das Publikum wurde von der Bühne aus beschallt. Die „PA“ war nur eine Gesangsanlage.</p>



<p>Bei uns standen dann vor allem Echolette-Verstärker und Dynacords auf der Bühne – außer die Band konnte sich einen Fender, Sunn, Ampeg, VOX, HIWATT, MusicMan oder Marshall leisten.</p>



<p>Die „großen Bands“ hatten Wände von Amps und Boxen hinter sich stehen. Es muss sehr laut gewesen sein.</p>



<p>Die späteren 70er-Jahre brachten dann die ersten Amps mit Gain und Mastervolume, um die Zerre auch unterhalb von Stadionlautstärke abrufen zu können. MESA Boogie, Dumble, Acoustic erschienen auf dem Markt. Marshall brachte den 2203/2204 auf den Markt und selbst die Fenders bekamen dieses Mastervolume …</p>



<p>Gleichzeitig wurde nach „Vielseitigkeit“ gefragt. Kanalumschaltungen, „richtige“ eingebaute Effekte – viele Amps kamen auf einmal mit dem modernen Transistor. Das Zeitalter der Röhre schien sich dem Ende zu nähern …</p>



<p>In unseren Musikläden standen neben den alten Dingern auf einmal Solton, Roland mit dem Jazz Chorus, Ibanez, Marlboro…</p>



<p>Schreibt uns, was euch noch interessiert. Auch gerne konkrete Fragen.</p>



<p>Diese Rubrik soll sich um alles Technische drehen, was für das Musikmachen wichtig ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="193" height="193" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Jochen-1.jpeg" alt="" class="wp-image-549" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Jochen-1.jpeg 193w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Jochen-1-150x150.jpeg 150w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/instrumente/gitarre/jochens-techtalk-gitarren-und-instrumentalverstaerker/">Jochens TechTalk: Gitarren- und Instrumentalverstärker</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
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