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	<title>Werner G. Lengenfelder Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
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	<description>Online-Magazin für Musik, Kultur und Lifestyle</description>
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	<title>Werner G. Lengenfelder Archive - KUKI Express - Augsburg</title>
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		<title>Panik-Rocker Udo Lindenberg wird 80: Der Greis ist heiß!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Pop-Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Lindenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Karriere von Udo Lindenberg begleite ich nun schon seit knapp 50 Jahren – in guten wie in schlechten Zeiten. Konzerte, Interviews, Treffen mit Fans, eine Fahrt im Sonderzug nach Pankow und Anstoßen mit Eierlikör auf hoher See – all das und noch viel mehr habe ich mit Udo Lindenberg erlebt. Die Begegnungen sind immer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/bandsundleute/portraet/panik-rocker-udo-lindenberg-wird-80-der-greis-ist-heiss/">Panik-Rocker Udo Lindenberg wird 80: Der Greis ist heiß!</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Karriere von Udo Lindenberg begleite ich nun schon seit knapp 50 Jahren – in guten wie in schlechten Zeiten. Konzerte, Interviews, Treffen mit Fans, eine Fahrt im Sonderzug nach Pankow und Anstoßen mit Eierlikör auf hoher See – all das und noch viel mehr habe ich mit Udo Lindenberg erlebt. Die Begegnungen sind immer großes Kino und machen viel Spaß. Unglaublich, welche Energie dieser Mann besitzt. Anfang Mai 2026, kurz vor seinem 80. Geburtstag habe ich ihn zur Eröffnung des UDOVERSUMS zuletzt in Hamburg live erlebt. Fit wie immer. „Der Greis ist heiß“, um einen seiner Songs zu zitieren. Hut ab, Udo! Stoßen wir an mit lecker Eierlikör …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Beziehung begann mit einem lauten Knall. Wir schreiben den 7. April 1979 und Udo Lindenberg ist mit seiner „Dröhnland Symphonie“ auf Tournee. Inszeniert hat das Rock’n’Roll-Spektakel Peter Zadek, Produktionskosten rund 1,3 Millionen D-Mark. Über 90.000 Besucher hatte die Show bei den ersten 15 Terminen. Augsburg stand bei der Fortsetzung der Tour an 15. Stelle, drei Termine sollte es danach noch geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach 18 Uhr. Die Bühne in der Augsburger Sporthalle ist fast komplett aufgebaut. Dann der Knall. Eine Scheinwerferkette gerät in sieben Metern Höhe aus der Balance und schwankt. Die Stahlgestelle, die die Traverse mit den Lampen links und rechts halten, knicken ein und fallen auf die Bühne. Ein Boxenturm der P.A.-Anlage wird mitgerissen. Zum Glück passiert den Technikern und Bühnenarbeitern nichts. Nach kurzer Diskussion steht fest: Der Schaden ist zu groß, die Sicherheit nicht gewährleistet. Das Konzert muss ausfallen. Auch die Bemühungen des Veranstalters, die Show am folgenden Tag nachzuholen, scheitern. Das war also mein erstes Udo Lindenberg-Konzert…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Jahr später sitze ich im Herbst in derselben Sporthalle mit Helen Schneider in der Garderobe oder besser gesagt Umkleidekabine – schließlich wird hier ja hauptsächlich Sport getrieben, da ist die Ausstattung nicht so luxuriös. Udo hat gerade den Film „Panische Zeiten“ produziert. Helen Schneider hat er in New York entdeckt, er nimmt sie mit auf Tour und sie singen gemeinsam eine mitreißende Ballade: „Baby, wenn ich down bin.“ Die attraktive Sängerin darf den Detektiv Coolman aufbauen, wenn er mal durchhängt. Mein zweites Udo-Konzert hinterlässt bleibende Eindrücke, an denen Helen Schneider großen Anteil hat …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Begegnung mit Udo habe ich 1983. Im Interview sagt er: „Ich fühl‘ mich als eine Art Daniel Düsentrieb. Ich habe den Weg gefunden, deutsche Sprache für Rockmusik populär zu machen. Nach der Nazisauerei hat’s Deutschland die Sprache verschlagen. Meine Songs ergeben unter dem Strich eine oppositionelle Haltung in Sachen Rüstung.“ Die neue Show und das neue Album heißen „Odyssee“. Auch der „Sonderzug nach Pankow“ gehört zum Programm. Er tourt nun mit Gianna Nannini.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitsprung: 2. Dezember 2011, Paradiespark Jena in Thüringen. 50.000 Besucher kommen zur Veranstaltung „Rock’n’Roll Arena Jena – Für die bunte Republik Deutschland“, um gegen rechte Gesinnungen zu rocken. Innerhalb von zwei Wochen wird das Festival aus dem Boden gestampft. Neben Udo treten Peter Maffay, Silly, Clueso, Julia Neigel und Toni Krahl auf. Ich bin für den Mitteldeutschen Rundfunk als Fotograf und Radio-Reporter dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines meiner schönsten Erlebnisse mit Udo und seiner Panikfamilie war die Zeit auf dem Kreuzfahrtschiff „Rockliner 4“ vom 29. April bis 5. Mai 2016. Eine Woche lang fast nonstop Konzerte auf hoher See. Nicht nur von Udo selbst, sondern auch von Josephin Busch, Norman Keil, Alexa Feser oder Deine Cousine. Geschlafen habe ich wenig. Aber das hatte mir Arno Köster, der Mann mit dem Pferdeschwanz, der immer hinter Udo steht, ja vorhergesagt.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="680" data-id="1560" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1560" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/WGL-und-Udo-auf-dem-Rockliner-HIGH-V04B3411-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">privat</span> Prost mit Eierlikör. Mit Udo auf dem Rockliner 4.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Arno ist mein Verbindungsmann zu Udo. Er hat schon vieles möglich gemacht. Zum Beispiel, dass Udo Lindenberg mir ein großformatiges Bild für meine Ausstellung signiert. „Versprechen kann ich nix, schau‘ halt mal vorbei“, hatte Arno gesagt. Ich packe also das 80 mal 120 Zentimeter große Porträt ins Auto und lasse es am 10. September 2015 nach Baden-Baden bringen, wo Udo eine Pressekonferenz gibt. Und es klappt. Arno hält das Bild, während Udo schreibt: „NO PANIC. Udo Lindenberg. Never too old to Rock’n’Roll and too young to die.”</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" data-id="1557" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-signiert_Rechte-Dieter-Bichl-DSC03194-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-1557" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-signiert_Rechte-Dieter-Bichl-DSC03194-1024x682.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-signiert_Rechte-Dieter-Bichl-DSC03194-300x200.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-signiert_Rechte-Dieter-Bichl-DSC03194-768x512.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-signiert_Rechte-Dieter-Bichl-DSC03194.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Dieter Bichl</span> Udo signiert ein Porträt für meine Ausstellung, Arno Köster hält es.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Während der Corona-Pandemie konnte ich nur wenige Künstler face to face interviewen. Udo erlaubte mir ein Interview mit Test und Maske im Hotel Atlantic in Hamburg zu seinem 75. Geburtstag. Es herrschte eine gespenstische Atmosphäre. Einziger Dauer-Bewohner in dieser Zeit ist Udo Lindenberg. Ich bekam zwar auch ein Zimmer, aber ohne Service. Zum Frühstück stand ein Care Paket vor der Tür. Udo ließ sich wie immer Zeit. Das Interview fand weit nach Mitternacht an der Hotelbar statt – mit Abstand, versteht sich.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="727" data-id="1556" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-1024x727.jpg" alt="" class="wp-image-1556" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-1024x727.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-300x213.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-768x545.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-1536x1090.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-und-Werner-Lengenfelder-2021_05_05_Hotel-Atlantc_Rechte-Arno-Koester-2048x1454.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">privat</span> Zu Corona-Zeiten: Interview mit Maske im Hotel Atlantic.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Geboren wurde Udo Lindenberg am 17. Mai 1946. Oder doch nicht? „Ich lebe als freischwebende Panik-Nachtigall. Man weiß gar nicht so genau, wann das war, als ich in Gronau von einem Meteoriten über dem berühmten Doppelkornfeld abgerutscht bin. Die Geschichtsschreiber waren so besoffen, sie wussten weder Tag noch Jahr … deswegen bin ich wahrscheinlich schon 97 oder auch erst 52“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Typisch Udo!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann hat sich die Mehrheit aber darauf geeinigt, dass Udo am 17. Mai 2026 seinen 80. Geburtstag feiert. Es gibt ein Tribute-Album mit dem Titel „We love Udo“, auf dem auch jüngere InterpretInnen wie Elif, Alli Neumann, Zoe Wees oder Michael Schulte Udo in verschiedensten Facetten interpretieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ARD-Mediathek ist eine sehenswerte Doku abrufbar: „UDO Rebell. Rockstar. Ikone“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und im Hamburger „Stilwerk“ bekommt man im „UDOVERSUM“ auch einen umfangreichen Einblick in das malerische Schaffen Lindenbergs. Es werden bekannte Motive und einige bisher unveröffentlichte Exponate gezeigt &#8211; und natürlich die berühmten Likörelle. Hier spürt man, dass die Malerei für Udo einen ebenso großen Stellenwert wie die Musik hat. Die Erläuterungen zur Ausstellung bekommt man über einen Audioguide. Neben den Gemälden und Fotos sind Kostüme, Bühnenmodelle, Konzertplakate, Plattencover und vieles mehr zu sehen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-id="1558" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-1558" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-1024x768.jpeg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-300x225.jpeg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-768x576.jpeg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-1536x1152.jpeg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-2048x1536.jpeg 2048w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/UDOVERSUM-136x102.jpeg 136w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> In Hamburg kann man bis Herbst 2026 das „UDOVERSUM“ besuchen, eine Ausstellung zu Lindenbergs Musik und Malerei.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich durfte bei der Eröffnung dabei sein und war wirklich überrascht, als Udo nur begleitet vom Jean-Jaques Kravetz an den Tasten vier Songs zwitscherte, garniert mit lockeren Sprüchen. Wäre schön, wenn die Nachtigall nochmal auf Tour gehen würde. Muss ja nicht ne große Halle sein. Intim im Bombig wäre auch okay. Und auf Hut natürlich …</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="682" height="1024" data-id="1555" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1555" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-682x1024.jpg 682w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-200x300.jpg 200w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-768x1154.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-1022x1536.jpg 1022w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-1363x2048.jpg 1363w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-400x600.jpg 400w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/05/Udo-Lindenberg-5J8A5935rr-scaled.jpg 1704w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="908" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1363 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg 908w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-266x300.jpg 266w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-768x866.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-1363x1536.jpg 1363w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489.jpg 1510w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Werner G. Lengenfelder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Pop Papst“ Werner G. Lengenfelder ist seit fast 50 Jahren als Musikredakteur für Radio, Print und Social Media tätig. Er hat weit über 1.000 Konzerte besucht und hunderte Künstler interviewt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Ausbildung zum Zeitschriftenredakteur wirkte er Ende der 1980er-Jahre am Aufbau mehrerer Radiostationen in Bayern mit. Als Berater war er für Hörfunksender in Deutschland, Österreich und Südtirol tätig. Von 1992 bis 2026 arbeitete er als freier Mitarbeiter für MDR THÜRINGEN – Das Radio. Als Foto-Journalist ist er auf Konzert- und Künstlerfotos spezialisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werner G. Lengenfelder wurde am Valentinstag 1960, einem Sonntag, in München geboren. Er ist verheiratet und lebt in Gersthofen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bildrechte: Bernd Müller</em></p>
</div></div>
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		<title>John Miles und sein Song „Music“ – Die Hymne einer Generation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[John Miles]]></category>
		<category><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für viele Menschen in meiner Generation, die sich für Rock- und Pop-Musik interessieren, ist dieser 1976 veröffentlichte Song die Hymne des Lebens: „Music“ von John Miles. „Music was my first love and it will be my last… to live without my music would be impossible to do… in this world of troubles my music pulls [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://express.kuki-augsburg.de/bandsundleute/interview/john-miles-und-sein-song-music-die-hymne-einer-generation/">John Miles und sein Song „Music“ – Die Hymne einer Generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://express.kuki-augsburg.de">KUKI Express - Augsburg</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Für viele Menschen in meiner Generation, die sich für Rock- und Pop-Musik interessieren, ist dieser 1976 veröffentlichte Song die Hymne des Lebens: „Music“ von <strong>John Miles</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Music was my first love and it will be my last… to live without my music would be impossible to do… in this world of troubles my music pulls me through”</em> – diese Zeilen haben vermutlich nicht nur mir über manche Enttäuschung hinweggeholfen und Kraft gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider starb der Musiker überraschend am 5. Dezember 2021 im Alter von 72 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">John Miles kam jahrelang in der Vorweihnachtszeit mit der <strong>„Night of the Proms“</strong> nach Deutschland. Klassik meets Pop mit großem Orchester, Chor, Band und internationalen Gästen aus beiden Genres. Sein Auftritt war immer ein Höhepunkt der imposanten Crossover-Produktion. Nur ein einziges Jahr war er in der bis zu seinem Tod mehr als 25-jährigen Geschichte der Show nicht dabei, weil er da als musikalischer Leiter mit <strong>Tina Turner</strong> auf Tour war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe John Miles während der Night-of-the-Proms-Tourneen immer wieder getroffen. Ein sympathischer, vollkommen unkomplizierter Mensch. Das folgende Interview entstand am 6. Dezember 2017.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich:</em> John, wie erklärst du dir, dass „Music“ weltweit ein so großer Hit geworden ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>John Miles:</em> Ich weiß es nicht wirklich. Vielleicht, weil es ein Song mit nicht vielen Worten ist. Ich denke, die Musik, so wie sie zusammengesetzt ist, bewegt die Gefühle der Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich:</em> Wer hatte die Idee zu diesem Arrangement mit großem Orchester?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>John:</em> Es war meine Idee, als ich den Song geschrieben habe. Ich habe eine Demo-Version gemacht mit ein paar Streichern und ein paar Bläsern. Die Idee war also da. <strong>Andrew Powell</strong>, der unter anderem mit <strong>Kate Bush</strong> gearbeitet hat, hat dann die Orchestrierung umgesetzt. Er hat den Song richtig groß gemacht – mit dem <strong>London Philharmonic Orchestra</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich:</em> Der Titel wurde von <strong>Alan Parsons</strong> produziert. Bist du heute noch mit ihm in Kontakt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>John:</em> Ich habe ihn letztes Jahr in Holland getroffen. Wir sind Freunde, sehen uns aber gerade nicht mehr so häufig. Es gab eine Zeit, da haben wir in London nicht weit entfernt voneinander gewohnt und unsere Frauen und Kinder waren befreundet. Aber er hat wieder geheiratet und lebt nun woanders.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich:</em> In dem Song gibt es die Zeile <em>„in this world of troubles …“</em> Welche Probleme siehst du heute in unserer Welt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>John:</em> Die Welt ist sehr, sehr traurig für die jungen Menschen, die heranwachsen. Der technische Fortschritt ist auf der einen Seite fantastisch, er ist aber auch ein bisschen ein Feind. Er hat vielen jungen Menschen die Fähigkeit genommen, miteinander zu kommunizieren. Ich bin vor kurzem in einen Zug eingestiegen – und mit mir vier Mädchen, Freundinnen. Sie haben sich hingesetzt und kein Wort gesprochen. Haben sich einfach mit ihren Smartphones beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich:</em> Welche Musik liebt John Miles privat?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>John:</em> Ich liebe die Big-Band-Ära. Die alten Zeiten mit <strong>Frank Sinatra</strong> oder <strong>Ray Charles</strong>. Ich mag aber auch <strong>Stevie Wonder</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">R.I.P., John Miles! Ich werde die Begegnungen mit ihm und seine Auftritte für immer im Herzen tragen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="694" height="1024" data-id="1377" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-694x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1377" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-694x1024.jpg 694w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-203x300.jpg 203w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-768x1134.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-1040x1536.jpg 1040w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-1387x2048.jpg 1387w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Autogramm-John-Miles-IMG_4230-scaled.jpg 1734w" sizes="(max-width: 694px) 100vw, 694px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> Erinnerung: Widmung von John Miles für mich auf seinem Foto in einem Programmheft der Night of the Proms.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" data-id="1372" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1372" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-1024x683.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-300x200.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-768x512.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-1536x1024.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-14-Signiertes-Portrait-V04B9846-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> John Miles hat mir ein Portrait von ihm aus meiner Fotoausstellung signiert.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" data-id="1374" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1374" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/20-John-Miles-und-WGL-5J8A9337-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> „Thums up“ – „Daumen hoch“. Mit John Miles backstage bei der Night of the Proms.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="908" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1363 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg 908w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-266x300.jpg 266w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-768x866.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-1363x1536.jpg 1363w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489.jpg 1510w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Werner G. Lengenfelder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Pop Papst“ Werner G. Lengenfelder ist seit fast 50 Jahren als Musikredakteur für Radio, Print und Social Media tätig. Er hat weit über 1.000 Konzerte besucht und hunderte Künstler interviewt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Ausbildung zum Zeitschriftenredakteur wirkte er Ende der 1980er-Jahre am Aufbau mehrerer Radiostationen in Bayern mit. Als Berater war er für Hörfunksender in Deutschland, Österreich und Südtirol tätig. Von 1992 bis 2026 arbeitete er als freier Mitarbeiter für MDR THÜRINGEN – Das Radio. Als Foto-Journalist ist er auf Konzert- und Künstlerfotos spezialisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werner G. Lengenfelder wurde am Valentinstag 1960, einem Sonntag, in München geboren. Er ist verheiratet und lebt in Gersthofen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bildrechte: Bernd Müller</em></p>
</div></div>
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			</item>
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		<title>Wolfgang Niedecken – „Maach et joot“ zum 75sten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<category><![CDATA[BAP]]></category>
		<category><![CDATA[Pop-Papst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Geburtstagsgruß von Werner G. Lengenfelder Mein erstes BAP-Konzert besuchte ich im Oktober 1981 in Augsburg. Marilis Kurz-Lunkenbein, eine Journalisten-Kollegin, die aus Nordrhein-Westfalen stammt und die Band bereits dort für sich entdeckt hatte, hat mich damals mitgeschleppt. Wolfgang Niedecken schreibt über dieses Konzert in seinem Logbuch zur Jubiläumstour 2016: „Ich erinnere mich gerne an unseren [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ein Geburtstagsgruß von Werner G. Lengenfelder</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein erstes <strong>BAP</strong>-Konzert besuchte ich im Oktober 1981 in <strong>Augsburg</strong>. <strong>Marilis Kurz-Lunkenbein</strong>, eine Journalisten-Kollegin, die aus Nordrhein-Westfalen stammt und die Band bereits dort für sich entdeckt hatte, hat mich damals mitgeschleppt. <strong>Wolfgang Niedecken</strong> schreibt über dieses Konzert in seinem Logbuch zur Jubiläumstour 2016: „Ich erinnere mich gerne an unseren ersten Auftritt in Augsburg, der vor maximal 50 zahlenden Zuschauern in der <strong>Kresslesmühle</strong> stattfand.“ Ich auch, denn ich war einer davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sollte nicht mein letztes BAP-Konzert sein. Immer wieder habe ich Niedecken mit seiner Band, aber auch solo, live gesehen und ihn mehrfach getroffen. Er war einer der wenigen Künstler, die mir selbst unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie ein persönliches Interview gaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Auftritte greife ich hier heraus:</p>



<p class="wp-block-paragraph">22. Mai 2012, <strong>Erfurt</strong>, Thüringenhalle. Wolfgang Niedecken hatte rund sechs Monate davor einen Schlaganfall erlitten, am 2. November 2011. Er war an diesem Tag zuhause und hatte beim Lesen bemerkt, dass es ihm schummrig vor den Augen wurde und dass er sich nichts mehr merken konnte. Zum Glück war seine Frau <strong>Tina</strong> zur Stelle. Bereits wenige Stunden später wurde Niedecken in einer Kölner Klinik operiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Fokus bei diesem Konzert lag also auf seiner Gesundheit. Es war erstaunlich, fast wie ein Wunder. Wolfgang Niedecken hatte keine Sprachaussetzer oder Verzögerungen. Auch bei seinem Gitarrenspiel konnte ich keine Einschränkung erkennen. Es hat mich sehr überrascht, wie gut es ihm ging. Niedecken hat immer wieder erklärt, dass seine schnelle Genesung vor allem auf die schnelle Reaktion seiner Frau zurückzuführen ist, die alles richtig gemacht hatte. 2013 hat er dann sein Solo-Album <strong>„Zusamme alt“</strong> veröffentlicht – eine musikalische Liebeserklärung an Tina.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zu einem zweiten, besonderen Konzert von Wolfgang Niedecken und BAP. Es fand am 5. Dezember 2016 in der Stadthalle meines Wohnortes <strong>Gersthofen</strong> statt. Am Vortag war spielfrei, Niedecken hatte also viel Zeit in der Kleinstadt. Gemeinsam mit einem Fan, der beim legendären Konzert 1981 wie ich unter den wenigen zahlenden Gästen war, besuchte er am Vormittag noch einmal die Location im nur wenige Kilometer entfernten Augsburg, siehe Logbuch-Eintrag oben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend gab es eine weitere Besonderheit. Niedecken lädt sich gerne Gäste ein. Diesmal war das ein Bekannter von mir: <strong>Sebastian Frisch</strong>. Sebastian ist einige Jahre jünger als ich und ging auch aufs Friedberger Gymnasium. Er hat in verschiedenen Formationen gesungen sowie Schlagzeug und Klavier gespielt und mehrere Alben aufgenommen. Im Booklet zur CD <strong>„Frisch-Auf“</strong> dankt er mir sogar für die jahrzehntelange Unterstützung. Nur von einem Komma getrennt kommt gleich danach Sebastians Dank an Wolfgang Niedecken, dessen Musik ihn sehr inspiriert hat. Das Album erschien 2004. Da konnte Sebastian noch nicht ahnen, dass Niedecken im April 2015 in seinem Wohnzimmer in Friedberg bei einem Unplugged-Konzert auftreten und er weitere eineinhalb Jahre später mit <strong>Valentin Metzger</strong> an der Trompete in Gersthofen gemeinsam im Konzert „Was wir alleine nicht schaffen“ spielen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sebastian Frisch kam am 20. August 2023 bei einem tragischen Unfall auf der Donau ums Leben. Im Dezember gedachten ihm seine Augsburger Musikerkolleginnen und -kollegen mit einem „Memorial“-Abend im <strong>Spectrum</strong>. Wolfgang Niedecken kam meiner Bitte nach ein paar Worten zu Sebastian gerne nach und schickte uns eine sehr emotionale und berührende Video-Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein letztes Treffen mit Wolfgang Niedecken war im Januar 2026. Und natürlich war da auch sein bevorstehender Geburtstag ein Thema. Was bedeuten ihm solche Jubiläen? „Also eigentlich nicht so furchtbar viel. Ich begehe meinen Geburtstag in der <strong>Kölner Philharmonie</strong>. Auf dem Plakat steht ‚Aus besonderem Anlass…‘. Privat kommen die Kinder mit ihren Familien zu uns und dann gibt es das – wir nennen das so – Geburtstagsbrett. Derjenige, der Geburtstag hat, muss aus der Wohnetage draußen bleiben und die anderen bereiten den großen Esstisch vor. Dann singen alle und dann werden die Geschenke ausgepackt… das ist wie eine Bescherung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. März 2026 feiert Wolfgang Niedecken seinen 75. Geburtstag. „Maach et joot“, Wolfgang! Alles Gute und danke für die vielen freundschaftlichen Begegnungen und schönen Konzerte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1412" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-5J8A9101-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> Sebastian Frisch, Wolfgang Niedecken und Valentin Metzger</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1414" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-Niedecken-doppelt-5J8A5274-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> 2018 hat Wolfgang Niedecken das Bild signiert, das ihn kurz nach seinem Schlaganfall zeigt</figcaption></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" data-id="1415" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1415" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-1024x683.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-300x200.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-768x512.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-1536x1024.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/58-V04B3702-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> Wolfgang Niedecken 2016 in Gersthofen</figcaption></figure>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="908" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1363 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg 908w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-266x300.jpg 266w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-768x866.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-1363x1536.jpg 1363w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489.jpg 1510w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Werner G. Lengenfelder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Pop Papst“ Werner G. Lengenfelder ist seit fast 50 Jahren als Musikredakteur für Radio, Print und Social Media tätig. Er hat weit über 1.000 Konzerte besucht und hunderte Künstler interviewt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Ausbildung zum Zeitschriftenredakteur wirkte er Ende der 1980er-Jahre am Aufbau mehrerer Radiostationen in Bayern mit. Als Berater war er für Hörfunksender in Deutschland, Österreich und Südtirol tätig. Von 1992 bis 2026 arbeitete er als freier Mitarbeiter für MDR THÜRINGEN – Das Radio. Als Foto-Journalist ist er auf Konzert- und Künstlerfotos spezialisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werner G. Lengenfelder wurde am Valentinstag 1960, einem Sonntag, in München geboren. Er ist verheiratet und lebt in Gersthofen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bildrechte: Bernd Müller</em></p>
</div></div>
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		<title>Chris Rea – und mein schlechtes Gewissen nach dem Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Rea]]></category>
		<category><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ein Interview, bei dem ich bis heute ein schlechtes Gewissen habe. Nicht, weil ich schlecht vorbereitet gewesen wäre. Oder weil der Gesprächspartner schwierig war. Nein, mein schlechtes Gewissen rührt daher, dass ich einem von seinen Erkrankungen sichtlich gezeichneten Künstler vor seinem Konzert auch noch seine Zeit gestohlen habe, die er vielleicht dringend zur [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt ein Interview, bei dem ich bis heute ein schlechtes Gewissen habe. Nicht, weil ich schlecht vorbereitet gewesen wäre. Oder weil der Gesprächspartner schwierig war. Nein, mein schlechtes Gewissen rührt daher, dass ich einem von seinen Erkrankungen sichtlich gezeichneten Künstler vor seinem Konzert auch noch seine Zeit gestohlen habe, die er vielleicht dringend zur Entspannung gebraucht hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Chris Rea</strong> hatte 2001 Krebs, 2016 einen Schlaganfall und er litt an Diabetes. Erfurt war am 13. Oktober 2017 die erste Station der Deutschland-Konzerte der „Road Songs For Lovers“-Tour. Möglicherweise habe ich eines der letzten Interviews mit ihm geführt, denn später gab es auf der Tour meines Wissens keine weiteren Termine mehr mit Journalisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich:</em></strong> Chris Rea, wie fühlst du dich als Rockstar?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Chris Rea:</em></strong> Sehe ich etwa aus wie ein Rockstar? Ich bin zuallererst ein Blues-Musiker, der Slide-Gitarre spielt. Ich bin zu alt. Rockstar zu sein ist eine richtige Disziplin. Du musst darauf achten, dass die Frisur sitzt und dass du verrückte Klamotten anhast – das ist nichts für mich. Dazu bin ich viel zu entspannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich:</em></strong> Was bedeutet es für dich, auf Tour zu gehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Chris Rea:</em></strong> Ich bin immer glücklich, wenn ich unterwegs bin. Ich mag es, auf Tournee zu gehen. Das ist interessant und notwendig. Du spielst für die Leute einige alte Songs und natürlich auch ein paar neue.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich:</em></strong> Die Songs auf dem neuen Album „Road Songs for Lovers“ handeln dann auch oft vom Reisen und von Autos. Wie kam es dazu?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Chris Rea:</em></strong> Ich bin ein Songwriter. Da wir so viel Zeit in Autos verbringen, handeln einige Titel davon, dass wir uns im Auto aufhalten. Als diese Platte entstanden ist, ist mir aufgefallen, dass wir uns dauernd im Verkehrsstau befinden. Vielleicht nicht gerade in Erfurt, aber in Europa und besonders in England und natürlich in Großstädten wie Frankfurt und München.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chris Rea hat mir nach dem Gespräch noch ein Bild aus meiner Foto-Ausstellung signiert, das ich 2012 von ihm gemacht hatte. Sein Gitarrenspiel und sein Gesang waren am Abend beim Konzert übrigens großartig. Beim Auftritt ist er richtig aufgeblüht. Kurz vor Ende der Tour ist er dann am 9. Dezember 2017 in Oxford nach rund 45 Minuten auf der Bühne zusammengebrochen. Die Konzerte in Brighton am 10. und in Bournemouth am 12. Dezember mussten ausfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chris Rea ist zwei Tage vor Weihnachten letztes Jahr am 22. Dezember 2025 im Alter von 74 Jahren verstorben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke für diese Begegnung.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" data-id="1216" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1216" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-06-V04B5090-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Werner G. Lengenfelder</span> Chris Rea on stage</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" data-id="1217" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-1217" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-1024x680.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-300x199.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-768x510.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-1536x1020.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/02/08-Chris-Rea-und-WGL-IMG_4044-2048x1360.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">privat</span> Chris Rea und Werner G. Lengenfelder</figcaption></figure>



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</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="908" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1363 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-908x1024.jpg 908w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-266x300.jpg 266w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-768x866.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489-1363x1536.jpg 1363w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2026/03/Werner-G-Lengenfelder_Der-Pop-Papst_Rechte-Bernd-Mueller-scaled-e1774603874489.jpg 1510w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Werner G. Lengenfelder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Pop Papst“ Werner G. Lengenfelder ist seit fast 50 Jahren als Musikredakteur für Radio, Print und Social Media tätig. Er hat weit über 1.000 Konzerte besucht und hunderte Künstler interviewt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Ausbildung zum Zeitschriftenredakteur wirkte er Ende der 1980er-Jahre am Aufbau mehrerer Radiostationen in Bayern mit. Als Berater war er für Hörfunksender in Deutschland, Österreich und Südtirol tätig. Von 1992 bis 2026 arbeitete er als freier Mitarbeiter für MDR THÜRINGEN – Das Radio. Als Foto-Journalist ist er auf Konzert- und Künstlerfotos spezialisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werner G. Lengenfelder wurde am Valentinstag 1960, einem Sonntag, in München geboren. Er ist verheiratet und lebt in Gersthofen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bildrechte: Bernd Müller</em></p>
</div></div>
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		<title>Werner G. Lengenfelder: ein Leben mit Musik (Teil 2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benny Lück]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Pop-Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sterne, Schicksale und die leisen Töne Der zweite Teil meines Gesprächs mit Werner G. Lengenfelder führt uns hinein in die Geschichten, die zwischen den Zeilen seines Berufslebens stehen: Begegnungen, die ihn geprägt haben, Verluste, die geblieben sind, und Künstlerinnen und Künstler, deren Wege ihn bis heute faszinieren. Ein Lehrer und die geliehene Santana-LP Einer dieser [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Sterne, Schicksale und die leisen Töne</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Der zweite Teil meines Gesprächs mit Werner G. Lengenfelder führt uns hinein in die Geschichten, die zwischen den Zeilen seines Berufslebens stehen: Begegnungen, die ihn geprägt haben, Verluste, die geblieben sind, und Künstlerinnen und Künstler, deren Wege ihn bis heute faszinieren.</em></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Lehrer und die geliehene Santana-LP</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einer dieser prägenden Momente hat nur indirekt mit einem Star zu tun: Es geht um eine Santana-LP und um einen Lehrer. Dieter Heilgemeir, Referendar am Friedberger Gymnasium, war einer dieser Lehrer, die man nicht vergisst. Jung, offen, neugierig – und bereit, seine Schallplatten mit Schülern zu teilen. Eine davon: eine Santana-LP.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe die Platte behalten“, sagt Werner, fast ein wenig schuldbewusst. Heilgemeir war einer, der Schüler nachmittags zu sich nach Hause einlud – man durfte ihn sogar duzen. Viel später erlebt Werner Carlos Santana mehrfach live und fotografiert ihn auch. Die LP steht noch immer in seinem Lager. Heilgemeir lebt in Aichach, ist inzwischen in Rente. „Noch ist die Platte nicht zurückgegeben“, gibt Werner zu. In seinem Buch hatte er angekündigt, das nachzuholen. Doch dann kam Corona. „Dann habe ich dich jetzt wieder daran erinnert“, sage ich. Werner lacht. „Ja, genau.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sebastian Frisch – ein Freund, ein Musiker, ein Verlust</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Gespräch nimmt nun eine traurige Wendung. Sebastian Frisch war kein großer Star, aber er war ein Großer der Augsburger Musikszene. Und er hinterließ eine gewaltige Lücke, als ihn vor zwei Jahren ein Bootsunfall auf der Donau aus dem Leben riss. 2016 hatte er beim Konzert von Wolfgang Niedecken und BAP in der Stadthalle Gersthofen einen Gastauftritt. Werner bannte diesen besonderen Moment auf ein Foto und erinnert sich. „Wir waren seit Schulzeiten befreundet“, erzählt er. „Er war ein paar Jahre jünger, aber die Musik hat uns immer wieder zusammengeführt.“ Den Moment, als er vom Unfall erfuhr, beschreibt er so: „Meine Frau las in der Zeitung von einem Unglück – zunächst ohne Namen. Erst Tage später wurde klar, dass es sich dabei um Sebastian handelte.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-804" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Sebastian_Niedecken_Metzger.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit"> </span> Sebastian Frisch, Wolfgang Niedecken und Valentin Metzger (© Werner G. Lengenfelder)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab ein Tributekonzert, eine musikalische Hommage dreier befreundeter Bands. Werner organisierte hierfür eine Videobotschaft von Wolfgang Niedecken, der bei Sebastian in Friedberg bereits ein Wohnzimmerkonzert gegeben hatte. Niedeckens Worte waren schlicht und ehrlich und trafen genau das, was Sebastian ausmachte: Respekt, Leidenschaft, Wärme. Ein toller Typ, der Wolfgang, finde ich. Findet Werner auch. Hat schon seinen Grund, dass er mit dem BAP-Frontmann seit Jahren freundschaftlich verbunden ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zanki, Xander, Straub: Werners besondere Begegnungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Geschichten in Werners Leben beginnen im Rampenlicht, andere in Studios oder beim zufälligen Hinhören auf der Straße.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Edo Zanki</strong> war ein Pionier des deutschsprachigen Soul und für Werner mehr als ein Musiker. „Bei ihm im Studio herrschte immer eine familiäre Atmosphäre. Da wurde gekocht, gelacht, gearbeitet.“ Das sei auch Vilko zu verdanken gewesen, bringt Werner Edos Bruder ins Spiel: „Ohne Vilko hätte das Studio nicht funktioniert.“ Als Edo 2019 starb, fuhr Werner selbstverständlich zur Beerdigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Begegnung der überraschenden Art gab es bei einem Manfred-Mann-Konzert in München. Als Support stand <strong>Keith Xander</strong> auf der Bühne – ein Gitarrist, dem der rechte Unterarm fehlt. Er spielt mit einer Prothese, an deren Ende ein Haken mit Plektrum befestigt ist. „Ich war fasziniert“, sagt Werner. Für ihn war klar: Diese Geschichte musste ins Buch. „Das sollte ja nicht nur eine Auflistung großer Stars werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann ist da <strong>Sarah Straub</strong>. Die Besonderheit ihrer Geschichte wurde erst deutlich, als das Buch bereits erschienen war. Sie tut etwas, was im Musikbetrieb selten gelingt: Sie verbindet Kunst mit einem klaren gesellschaftlichen Anliegen. „Sarah hat ihre Berufung gefunden“, sagt Werner. Zunächst stand sie mit Coverversionen von Konstantin Wecker auf der Bühne. Sie sang seine Lieder, interpretierte sie auf ihre Weise. Später erfuhr Wecker, dass Sarah Straub auch eine promovierte Psychologin ist und am Universitätsklinikum Ulm eine Spezialsprechstunde für Demenz leitet. Und er bemerkte ihr schriftstellerisches Talent, woraufhin er den Kontakt zu einem Verlag knüpfte. So entstand ihr erstes Buch, ein viel beachtetes Werk über ihre Großmutter. Wecker schrieb das Vorwort. Heute macht Sarah Straub bei ihren Auftritten Musik und liest aus ihren Büchern – sie verbindet Musik und das Thema Demenz in einer einzigartigen Weise, bietet Aufklärung, Trost, Anteilnahme und Kunst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-808" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Zanki_Xander_Straub.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit">Montage: © Werner G. Lengenfelder</span> Edo Zanki, Keith Xander und Sarah Straub (Montage: © Werner G. Lengenfelder)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Werner bleibt überall stehen, wo Musik erklingt. Im Buch widmet er ein ganzes Kapitel den „Stars in der Fußgängerzone“ – junge Wilde, alte Kämpfer, Wandernde, die mit ihren Instrumenten einen Platz verändern. Für Werner gehören sie ebenso zur großen Erzählung der Musik wie die Stars auf der Bühne.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Pop-Papst und sein Sakko</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Cover seines Buches zeigt Werner in einem Sakko, das aussieht, als hätten Hunderte von Backstage-Pässen und Fotoausweisen beschlossen, ein Kleidungsstück zu werden. Und genau so war es auch. „Meine Frau hat irgendwann angefangen, meine Arbeitsausweise zu sortieren und eine Collage daraus zu machen – einfach, weil das ganze Zeug sonst überall herumlag.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was als Aufräumaktion begann, wurde zum Symbol. Aus der Collage entstand die Idee, einen Stoff drucken zu lassen. Eine Schneiderin machte sich dann an die Arbeit. Zwei Sakkos existieren heute – eins in Erfurt, eins in Gersthofen. „Ich trage sie nur zu Veranstaltungen“, sagt Werner. Die Idee der Schneiderin, aus dem übrigen Stoff für Werners Frau ein Kleid zu nähen, wurde nicht umgesetzt: „Fand sie nicht witzig“, sagt Werner trocken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Medien und die Frage nach der Zukunft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer so lange im Geschäft ist, hat viele Umbrüche miterlebt: die Verkürzung der Radiobeiträge von 3:30 auf 2:30, dann auf 1:30&nbsp;Minuten – „heute ist man schon im Sekundenbereich“, sagt Werner. Auch Social Media habe die Hörgewohnheiten verändert, auf TikTok beispielsweise liege die Aufmerksamkeitsspanne bei 20&nbsp;Sekunden. „Dem muss man natürlich Rechnung tragen“, sagt er pragmatisch. „Aber mir fehlen manchmal diese längeren Formate, wo man mal ausführlich etwas darstellen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie denkt er über KI? Werner hat keine Angst vor künstlicher Intelligenz. „Die KI reproduziert, was es schon gibt“, sagt er. Gute Journalistinnen und Journalisten hingegen entwickelten etwas Eigenes. Einfache Aufgaben, klar, da könne KI einiges übernehmen. Aber Interviews, die Tiefe, Haltung und Wissen brauchen? „Das ersetzt keine Maschine.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Musikgeschäft steht er KI gelassen gegenüber – solange Urheber geschützt werden. „Fahrstuhlmusik kann KI übernehmen, Kreativität bleibt Menschensache.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Konzerte – auch privat ein Vergnügen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kann Werner Konzerte einfach nur genießen? Oder schaltet der Profi automatisch in den Arbeitsmodus? „Der Arbeitsmodus läuft immer mit“, gibt er unumwunden zu. „Wie viele Leute waren da? Was kostet das Ticket? Wie hoch werden die Einnahmen sein? Was geht davon weg für den Veranstalter, für Reise- und Transportkosten?“ Der analytische Blick sei nicht abzuschalten. „Man schaut auch drauf, ob das Konzept einer Band stimmt und natürlich wie die musikalische Qualität ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann es trotzdem genießen“, sagt er. Und er zahlt. Ganz bewusst. „Wenn ich ins Bombig gehe, achte ich immer drauf, dass was in den Hut kommt. Das muss man schon würdigen, dass die hier ohne Eintritt spielen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Pop-Papst beim KUKI Express</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der KUKI Express startet seit Kurzem online neu durch und Werner gehört wieder zum Redaktionsteam. Als das Vereinsmagazin noch als Printausgabe erschien, war eine Kolumne geplant – John Miles sollte als erster porträtiert werden. „Jetzt wird es eben online passieren“, sagt Werner. Er ist froh, dass es wieder eine Redaktion gibt. „Die, die jetzt da sind, sind wirklich sehr engagiert, und den einen oder anderen Artikel steuere ich dann schon bei.“ Zum Beispiel Geschichten aus seinem Buch: Little Steven, John Miles – Gespräche, die Zeit hatten, sich zu entfalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Gästetoilette und die Frage nach dem G-Punkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss zeigt Werner mir sein Büro. Ein großer Schreibtisch mit Monitor grenzt nahtlos ans Wohnzimmer an: „Da hängen dann noch ein paar goldene Schallplatten oder Platinplatten rum. Ich habe von Maffay mal eine gekriegt für die Unterstützung beim MTV Unplugged Album.“ Auch in die Gästetoilette darf ich einen Blick werfen. Werner erklärt: „Du siehst ja, auf einer Seite des Wohnzimmers nur Fenster. Es gibt kaum Wände, weshalb ich alles Mögliche ins Klo hängen musste.“ Und auf der Gästetoilette hängt Einiges: Anastacia, der junge Werner mit dem jungen Fritz Egner – „der ist schon noch näher dran“, gibt Werner zu –, Ralph Siegel, Johnny Logan, Werner in der Anfangszeit des Lokalradios, Klaus Doldinger, die Scorpions … „Wenn man bei Dir aufs Klo geht, kommt man nicht so schnell wieder raus“, stelle ich fest. Werner lacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-803" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Maffay_Werner_Platin.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit"> </span> Peter Maffay und Werner mit der Platin-Auszeichnung für das MTV-Unplugged-Album (© Maria Schichl)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frage muss natürlich noch beantwortet werden. Wofür steht das „G.“ in Werners Namen? Die KI-Suchfunktion von Google antwortet „Gustav“, beim zweiten Versuch „Georg“. KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity und Claude verweigern eine Antwort mit dem Hinweis, keine verlässliche Quelle finden zu können. Nun, mir sitzt die verlässliche Quelle gegenüber: „Georg stimmt“, löst Werner das Rätsel. Entstanden sei das Kürzel in seinen Anfängen als Printjournalist, als man sich in deutschen Redaktionen plötzlich amerikanisch gab und zweite Vornamen gern abkürzte. Werner behielt das „G.“ später fürs Radio bei – und heute ist es Teil seiner Marke geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-663 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-225x300.jpg 225w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-1152x1536.jpg 1152w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Benny Lück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich zur Welt kam, grüßte Desmond Dekker mit „Israelites“ von Platz eins der deutschen Charts, 38 Tage später begann das Woodstock-Festival – musikmäßig ging’s also schon mal ganz gut los. Meine weitere musikalische Sozialisation ist schnell erzählt: leiernde Kassetten, Disco, Schlager der Woche, „TNT“ in brüllender Lautstärke auf dem Jungsklo der Hauptschule, bis der Hausmeister dem Spuk ein Ende setzte – so was eben. Heute schraddle ich auf meiner Larrivée L-03. Nicht auf irgendwelchen Bühnen, nur bei uns zu Hause, weshalb mich meine Frau auch schon als „Sofagitarrist“ bezeichnet hat. Und ich darf für den KUKI Express schreiben. Toll!</p>
</div></div>



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		<title>Werner G. Lengenfelder: ein Leben mit Musik (Teil 1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benny Lück]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bands & Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Pop-Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Werner G. Lengenfelder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Schülerjournalisten zum Pop-Papst 21. März 1987: In Augsburg beginnt die Lokalradio-Ära. Um 5.04 Uhr begrüßt der Moderator der Sendung „Radio Tele&#160;1 Wecker“ die Hörer: „Let’s have Big Fun mit der Gap Band.“ Am Mikrofon sitzt Werner G. Lengenfelder. Knapp vier Jahrzehnte später treffe ich ihn zum Gespräch bei ihm zu Hause in Gersthofen. „1.&#160;Stock“, [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Vom Schülerjournalisten zum Pop-Papst</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>21. März 1987: In Augsburg beginnt die Lokalradio-Ära. Um 5.04 Uhr begrüßt der Moderator der Sendung „Radio Tele&nbsp;1 Wecker“ die Hörer: „Let’s have Big Fun mit der Gap Band.“ Am Mikrofon sitzt Werner G. Lengenfelder. Knapp vier Jahrzehnte später treffe ich ihn zum Gespräch bei ihm zu Hause in Gersthofen.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„1.&nbsp;Stock“, schallt es durchs Treppenhaus. Oben an der Wohnungstür lerne ich ihn kennen: Werner G. Lengenfelder, Radiolegende, renommierter Musikjournalist, Fotograf, Buchautor – und KUKI-Mitglied. „Steinfußboden, lass die Schuhe an“, empfiehlt er und führt mich ins große offene Wohnzimmer. Durch die halb geschlossenen Rollläden der breiten Fensterfront fallen ein paar Sonnenstrahlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Leben zwischen zwei Städten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Früher war er nicht so oft hier anzutreffen. „Durch die Coronapandemie hat sich das geändert“, erzählt er. Vorher sah es der öffentlich-rechtliche MDR Thüringen, für den Werner hauptsächlich tätig ist, nicht gern, wenn Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiteten. Mittlerweile ist Homeoffice auch dort möglich geworden. „Aber es kommt natürlich schon immer wieder vor, dass ich eine Woche oder länger in ganz Deutschland unterwegs bin.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Leben spielt sich zwischen zwei Städten ab. Werner hat auch ein Apartment in Erfurt, von wo aus er zu Interviews und Konzerten nach Leipzig, Berlin oder Hamburg aufbricht. Ein Leben auf Tour – nur, dass er selbst nie Musiker war. „Nee!“, lacht er auf die Frage, ob er ein Instrument spielt. „Wahrscheinlich kriege ich noch drei Griffe auf der Gitarre hin, und ich glaube, auf der C-Flöte würde ich auch noch einen Ton rausbringen.“ Heute ist kein Instrument mehr im Haus. „Aber ich habe mich immer für Musik interessiert“, sagt er – und diese Leidenschaft hat sein ganzes Leben geprägt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Frühe Musikleidenschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Schritte in die Musikszene führten den jungen Werner in Studentenkneipen wie das Annapam und das Thing. „Ich bin schon früh auf Konzerte gegangen“, erinnert er sich. Willy Michl, Georg Ringsgwandl, diverse Amateurbands – all das war sein Terrain. Werner ging noch zur Schule, da begann er, über solche Konzerte zu schreiben – für die Augsburger Allgemeine und die Aichacher Zeitung. Das war sein Einstieg in den Musikjournalismus, ein Weg, auf dem er nun schon fast fünf Jahrzehnte unterwegs ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Konzert hat ihn dabei nie wieder losgelassen: 1979, Jazzhouse in Pfersee, Wolfgang Lackerschmid und Chet Baker. Werner fotografierte und schrieb darüber. Jahrzehnte später, als das Album in den USA neu veröffentlicht wurde, wählte man als Cover sein Foto von damals. Werner holt die CD aus dem Regal und zeigt sie mir – ein greifbares Stück seiner eigenen Geschichte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-802" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Lackerschmid_Baker_Jazzhouse_1979.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit"> </span> Wolfgang Lackerschmid und Chet Baker 1979 im Jazzhouse (© Werner G. Lengenfelder)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Werners Interviewtechnik: von A bis Z zum Star</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Lauf der Jahrzehnte hat Werner Hunderte Künstler interviewt. Wie verliert man die Scheu vor den Stars? Seine Antwort kommt ohne Zögern: „Gute Vorbereitung.“ Fürs Radio hat Werner eine spezielle Interviewtechnik entwickelt, die so ungewöhnlich wie effektiv ist: die Alphabet-Methode. „Fürs Radio brauchst du Antworten von 20 bis 40&nbsp;Sekunden. Also nehme ich A bis Z, 26&nbsp;Buchstaben, eine Minute pro Antwort – und du hast ein perfekt produzierbares Interview.“ Die Beispiele zeigen, wie clever diese Methode ist: Bei David Garrett nimmt Werner das V für „Violine“ und fragt nach seiner Stradivari, die er sich für ein paar Millionen zugelegt hat, und bei welchen Stücken er zur elektrischen Geige greift. Bei Peter Maffay das A: Als dessen jüngste Tochter zur Welt gekommen war, wollte Werner wissen, wie seine Frau und er auf den Namen „Anouk“ gekommen sind. „Gut, X und Y funktionieren nicht immer“, lacht Werner, „aber mit dieser Grundstruktur bin ich immer gut gefahren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal, erzählt Werner, fragte er Peter Cetera nach einem kleinen Glöckchen im Intro von „If You Leave Me Now“. Cetera staunte: „You know my songs better than I do.“ Genau darum geht es Werner: Respekt zeigen. Arbeit würdigen. Vorbereitung als Wertschätzung. Nervös wird er heute kaum noch. Einen Namen hat er allerdings noch auf seiner Wunschliste: „Die Rolling Stones. Unkompliziert sollen sie ja sein, aber aus welchen Gründen auch immer ist es mir nie gelungen, einen Fototermin oder einen Interviewslot zu bekommen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Radio Tele 1: Lokalradio zum Anfassen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">1987 ging Radio Tele&nbsp;1 – heute Hitradio RT1 – auf Sendung. Morgens um fünf. Werner war der erste Moderator on air. „Das war schon eine sensationelle Aufbruchstimmung. Damals gab es in Bayern eigentlich nur den BR und AFN, und auf einmal hatten die Leute Radio zum Anfassen.“ Das gläserne Studio in der Ludwigspassage war ein Publikumsmagnet; Menschen blieben stehen, winkten. „Wir waren wirklich Stars – aber halt ganz lokal.“ Manches war chaotisch, doch überall spürte man die Euphorie. Und die Menschen übertrieben es auch gern: „Wir mussten uns Geheimnummern zulegen. Die Leute riefen Tag und Nacht an. Wir standen ja alle im Telefonbuch.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-805" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Werner_1988_RT1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit"> </span> Werner 1988 am RT1-Mikrofon (© RT1)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Zeit entstand auch die Single „… ganz neue Töne“, ein Werbesong auf gelbem Vinyl zum Start des privaten Rundfunks. Von der ohrwurmtauglichen Radioproduktion hat Werner noch ein paar Exemplare in seinem Lager – Erinnerungsstücke aus einer Ära, in der Privatfunk noch Abenteuer war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Augsburg, Erfurt und die Liebe zur lokalen Szene</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Werner hat sich in Augsburg und Umgebung über Jahrzehnte für Musiktalente eingesetzt. Da war zum Beispiel der „Pop Albert“, ein Preis, der aus Talentwettbewerben in den Morning-Star-Diskotheken hervorging. Dieses Engagement ließ nie ganz nach, auch wenn die berufliche Spur ihn später zu MDR Thüringen führte. „Man muss Talenten eine Bühne geben“, sagt er. Und er weiß, wovon er spricht. Er erzählt von Bands, die im Bombig spielen, und von Nachwuchsmusikern, die Engagement lernen müssen – pünktlich zur Probe erscheinen, live auftreten, sich zeigen. „Es geht nicht darum, Stadien zu füllen. Es geht darum, gemeinsam Musik zu machen. Und vielleicht 30&nbsp;Leute glücklich zu machen, die an diesem Abend zuhören.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Erfurt ist sein Einsatz gefragt. In den Coronajahren organisiert er jeden Tag ein fünfminütiges Telefoninterview mit einer Thüringer Band: 120&nbsp;Folgen. „Ich dachte ja, die Kolleginnen und Kollegen vor Ort wollen das machen. Aber wollten sie nicht.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von großen Stars zu ganz persönlichen Geschichten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Werner fotografiert fast jeden Künstler selbst. Ich bin ja nun kein Experte, aber ich finde, er schießt großartige Fotos. Von einem bin ich besonders begeistert: Es zeigt Katja Ebstein in ihrem Wintergarten. Und er erzählt bewusst Geschichten über Musiker, die nicht jeder sofort auf dem Schirm hat: Edo Zanki, der bei Studioaufnahmen mit seiner Gastfreundschaft glänzte, Keith Xander, der mit einer Hakenprothese Gitarre spielt, oder Straßenmusiker in Hamburg, Leipzig und Bozen, bei denen Werner einfach stehenbleibt. „Manchmal nervt das meine Frau“, sagt er liebevoll. „Aber sobald irgendwo ein Ton erklingt, der halbwegs stimmt, muss ich wissen, wer da spielt.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="640" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-800" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein-1024x640.jpg 1024w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein-300x188.jpg 300w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein-768x480.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein-1536x960.jpg 1536w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/11/Katja-Ebstein.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><span class="media-credit"> </span> Katja Ebstein in ihrem Wintergarten (© Werner G. Lengenfelder)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Werners Buch „Mein Leben als Pop-Papst“ ist so richtig was zum Schmökern, mit herrlichen kleinen Anekdoten und interessanten Einblicken in die Arbeit eines Musikjournalisten. Und die Liste der Künstler ist beeindruckend vielfältig: Heino, Udo Jürgens, Peter Maffay, James Last, John Miles, Wolfgang Niedecken, Katie Melua, Klaus Doldinger, Udo Lindenberg, Manfred Mann, Peter Cetera, Randy Newman … Da könnte man schon neidisch werden. Aber während wir reden, wird klar: Das Buch ist kein Best-of seiner Promi-Interviews. Es ist ein Mosaik aus Geschichten, die Musik in all ihren Formen zeigen. Große Namen stehen neben kleinen. Perfekte Fotos neben dem flüchtigen Moment.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Und dann gibt es eine Geschichte im Buch, die einen traurigen Nachhall hat. Die Geschichte von Sebastian Frisch handelt nicht von glamourösen Fotoshootings oder legendären Konzerten, sondern von Freundschaft und Verlust. Werners Erinnerungen an Sebastian und welche Rolle Wolfgang Niedecken dabei spielt – davon erzählt er im zweiten Teil.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile autor" style="grid-template-columns:21% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-663 size-full" srcset="https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-768x1024.jpg 768w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-225x300.jpg 225w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny-1152x1536.jpg 1152w, https://express.kuki-augsburg.de/wp-content/uploads/2025/10/Benny.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Benny Lück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich zur Welt kam, grüßte Desmond Dekker mit „Israelites“ von Platz eins der deutschen Charts, 38 Tage später begann das Woodstock-Festival – musikmäßig ging’s also schon mal ganz gut los. Meine weitere musikalische Sozialisation ist schnell erzählt: leiernde Kassetten, Disco, Schlager der Woche, „TNT“ in brüllender Lautstärke auf dem Jungsklo der Hauptschule, bis der Hausmeister dem Spuk ein Ende setzte – so was eben. Heute schraddle ich auf meiner Larrivée L-03. Nicht auf irgendwelchen Bühnen, nur bei uns zu Hause, weshalb mich meine Frau auch schon als „Sofagitarrist“ bezeichnet hat. Und ich darf für den KUKI Express schreiben. Toll!</p>
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