Achtung Wirbelsturm: The Zac Schulze Gang!!!
Ein höchst dynamischer Bluesrock-Abend im Spectrum Club Augsburg (3.2.2026)
Diese „Wetterwarnung“ höchst erfreulicher Art waberte schon seit etlichen Wochen durch alle einschlägigen Newsportale in Form von Text- und Bildbeiträgen und vor allem mittels sogenannter „Reels“ (d. h. Kurzvideos), die den Protagonisten in (fast) allen Lebens- bzw. Gitarrensituationen zeigen und hörbar machen.






Und so auch der Beitrag in unserem KUKI-Express mit der Konzertankündigung „The Zac Schulze Gang & KUKI-Band Clemens Beisch & Rory’s Heritage“.

Insofern blieb wohl kaum jemandem verborgen, wer da Augsburg heimsuchen wird: Zac Schulze steht für Gitarrenakrobatik und zudem Sangeskraft mit Leib & Seele! Dabei kann er weitaus mehr als Bluesrock, denn auch Einflüsse von Punk, Funk, Country, Jazz, Soul, Metal und Pop fließen mit ein in sein phänomenales Spiel. Man konnte ihn und seine beiden passgenauen Gang-Kollegen Ben Schulze (drums) und Ant Greenwell (bass, voc) bereits letztes Jahr zweimal im Bombig Bar & Garage, dem KUKI-Vereinsheim, erleben. Ein Leckerbissen für Augen und Ohren, doch mit einer viel zu kleinen Bühne für dermaßen viel Energie und Dynamik.
Bombig goes Spectrum
Daher organisierten Bombig-Chef Tommi Lindner und Spectrum-Geschäftsführer Ufuk Aykut eine weitaus größere Spielwiese unter dem Motto „Bombig goes Spectrum mit The Zac Schulze Gang“. Und diese große Bühne gab es am vergangenen Dienstag (3.2.2026) in der bekannten Live- und Partylocation Spectrum Club Augsburg!

Clemens Beisch & Rory’s Heritage
Das international bekannte Bluesrock-Trio aus Gillingham / Südostengland tobte dort allerdings nicht alleine, denn als Support-Act betätigten sich die „Augsburger Lokalmatadoren des Bluesrock“, nämlich Clemens Beisch & Rory’s Heritage mit Clemens himself an Gitarre & Mikro, „Meise“ am Bass und „Randy Andy“ am Schlagzeug. Die Kombination dieser beiden Bands hatte es dann wirklich in sich! Klar, dass die Augsburger Band namensgetreu insbesondere den legendären Gitarrenheld Rory Gallagher huldigte. Und so bekam man viele seiner berühmten Nummern zu hören, natürlich auch das allseits erwartete „A Million Miles Away“.



Interessant dabei ist der dennoch eigenständige Sound der Heritage-Kombo, denn im Vergleich zum rauen, oftmals kratzigen Original sind Gitarre & Gesang von Bandleader Clemens recht poliert, der Bass dadurch dominanter und besser hörbar. Und auch Interpretationen und Improvisationen geben dem Trio, abgesehen von ihrer spieltechnisch exzellenten Virtuosität, eine ganz besondere Note!




Alles in allem eine prächtige Einstimmung auf die Headliner, auch wenn das Publikum mit seinem Applaus noch im relativ windstillen „Auge des Sturms“ verharrte.

The Zac Schulze Gang
Das änderte sich schlagartig, als Zac Schulze und seine Gang die Bühne betraten. Nun brach der Wirbelsturm so richtig los!!! Ohne Aufwärmen kam das Trio gleich zur Sache: Als Opener spielten sie ihre kraftvolle Bluesrock-Nummer „Hole in my Pocket“, deren humorvoller Text mit launigem Mienenspiel und Gesten begleitet wurde und somit auch schauspielerische Talente der Band offenbarte.







Abgesehen davon hat Zac eine extrem dynamische Bühnenpräsenz, die er bei seinen wilden Gitarrensoli sogar bis in hinein in den Publikumsraum ausdehnte. Die Songs des Trios umfassten weitere Eigenkompositionen, so etwa die aktuelle Single „Woman“, aber auch Interpretationen von Bluesrock-Klassikern wie Rory Gallaghers „Top Priority“, Jimi Hendrixs „Voodoo Chile“ oder „I’m a Man“ von der Spencer Davis Group, zudem die besonders coole und oft gecoverte Bluesnummer „Walking the Dog“ von Rufus Thomas, hier mit einer punkigen Nuance, und dramatisch „Whole Lotta Love“ von Led Zeppelin.




Als Höhepunkt schließlich ein Potpourri aus berühmten Gitarrenriffs vom „Day Tripper“ der Beatles bis hin zum Zep’s Dauerbrenner „Stairway to Heaven“, slapstickartig in Szene gesetzt, doch gleichwohl eine würdige Reminiszenz an die Guitarheroes vergangener Zeiten. Dies gipfelte schließlich darin, dass Zac ähnlich wie einst Hendrix seine Stratocaster-Gitarre der Schwerkraft überließ.




Das jubelnde Publikum erwartete nach dem Absturz auf harten Bühnenboden noch ein Feuerwerk, aber solch historische „Opferrituale“ lassen die modernen brandschutzrechtlichen Bestimmungen nicht mehr zu.

Mein Fazit
Der Ausflug vom Bombig ins Spectrum hat sich gelohnt: Bluesrock-Wirbelsturm mit zwei hervorragenden Bands und Könnern ihres Metiers! Große Bühne zu kleinem Preis! Was möchte man mehr? Nun ja, ein baldiges Folgekonzert!!!
Detaillierte Informationen zu The Zac Schulze Gang unter https://www.zacschulzegang.rocks/ und zu Clemens Beisch & Rory’s Heritage unter https://rorysheritage.de/.
Anmerkung: Vom vorliegenden Konzertbericht gibt es auch eine Kurzfassung unter der Überschrift „British Invasion 2.0: The Zac Schulze Gang“, und zwar im Online-Magazin der Neue Szene Augsburg mit weiterem spektakulären Bildmaterial! Der Direktlink: https://shorturl.at/8GxhW
Bericht & Fotos: Joe (Jochen Cantner)
