Bombig Bar & Garage

Konzertbericht The Beatels im Bombig am 27.3.2026: Yeah! Yeah! Yeah!

Konzerte

Die berühmten „The Beatels“ im Bombig – fast so schön wie das Original!

Was macht man, wenn man zu spät geboren wurde und die weltberühmten „Fab Four“, sprich The Beatles, nie live erleben konnte? Man geht ins Bombig Bar & Garage, dem KUKI e.V. Vereinsheim, und wird bestens bedient: Denn da traten Ende März (27.3.2026) immerhin „The Beatels“ auf! Ihr großartiges und gleichsam launiges Versprechen: „Wir lösen ein Ticket To Ride und fahren mit dem Yellow Submarine die Penny Lane entlang, vorbei an den Strawberry Fields zu Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club. Vielleicht treffen wir dort Eleanor Rigby, Lovely Rita, Michelle oder den Nowhereman und können ein wenig über Yesterday plaudern. With a little help from (my) our Friends werden wir beste handgemachte Rock and Roll Music und natürlich auch Twist and Shout hören. Vielleicht sagen Sie Ihrer Partnerin ja: Baby You Can Drive My Car.“

Die fünfköpfige Kombo aus Wertingen besteht aus Martin Köhler (Leadgitarre), Volker Panitz (Rhythmusgitarre), Hermann Innermann (Bassgitarre), Hartmut Welz (Schlagzeug) sowie Alex Hitzler (Keyboard) quasi als „5. Beatel“ (etwa im Sinne von Billy Preston). Es handelt sich um lauter bekannte Musiker, die sich in der regionalen und auch überregionalen Musikszene seit vielen Jahren engagieren. Ihre Selbsteinschätzung: „Eine gesunde Mischung an erfahrenen Musikern, die sich bestens mit der Musik der 60-er und 70-er auskennen, vor allem aber mit den Beatles, deren Musik noch immer allgegenwärtig ist.“ Das ist einmal eine Ansage! Demgemäß war das Bombig gut gefüllt.

Wenn man allerdings auch Fußball-Fan ist (wie ich, zumindest etwas, zumal Bolzplatzsport 2026 ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde), gibt es mitunter Überschneidungen, sprich Terminkollisionen, denn zum Termin „trainierte“ die deutsche Nationalelf. Doch meine weniger sportaffinen Altkumpane Danny und Uli aus der Sturm-&Drang-Zeit waren vor Ort bei The Beatels und berichten nun dankenswerterweise wie folgt:

Joe (Jochen Cantner) & Danny Anzaldua & Uli Schmitt

„Es war eine Darbietung, die sich weniger über große Gesten als vielmehr über ihre musikalische Substanz definiert – und leider optisch kaum Akzente setzt. Die Bühnenpräsenz von The Beatels bleibt über weite Strecken zurückhaltend, fast schon brav. Dazu passt auch die wenig inspirierte und stillose Bekleidung, die weder den ikonischen Look der The Beatles aufgreift oder zumindest eine erkennbare Anlehnung an die 60er-Jahre bietet.

Und doch: Was auf der Bühne visuell fehlt, überzeugt umso mehr auf der musikalischen Ebene. Mit einem beeindruckenden Repertoire von über 50 Songs (!) gelingt es der Band, die Vielfalt des Beatles-Kosmos einzufangen. Und ich bin erstaunt – als kein wirklicher Beatles-Fan –, dass ich bis auf einen einzigen Song tatsächlich alle wiedererkenne. Zum ersten Mal wird mir richtig bewusst, welche Vielfalt und zeitlose Qualität in diesen Melodien steckt, die Generationen geprägt haben. Das Publikum dankt es mit spürbarer Begeisterung – es wird mitgewippt, mitgesungen und geschmunzelt.

So bleibt am Ende ein ambivalenter, aber durchaus positiver Eindruck: The Beatels sind keine Showband im klassischen Sinne, kein Spektakel aus Licht und großer Geste. Stattdessen liefern sie eine musikalisch überzeugende Hommage, die weniger über Inszenierung als über Klang funktioniert. Wer also bereit war, die Augen gelegentlich zu schließen und sich ganz auf die Musik einzulassen, kam an diesem Abend durchaus auf seine Kosten.“

Mein Fazit: Das ist eine ehrliche, differenzierende und somit ausgewogene Konzertkritik! Wer bei dieser Darbietung nicht dabei war (insbesondere ich), hat sicherlich etwas verpasst … Insofern bleibt zu hoffen, dass The Beatels bald einmal wieder gen Augsburg touren und für große Freude sorgen werden!

Ein Trostpflaster bis dahin: Von den Original-Beatles existieren glücklicherweise nach wie vor Ringo Starr, der Drummer, und Paul McCartney, der Sänger, Basser bzw. Multiinstrumentalist und die Beatles-Ikone schlechthin. Letzteren konnte ich vor zehn Jahren im Olympiastadion in München live erleben. Da war er 73 Jahre alt, wirkte aber dennoch wie ein junggebliebener Rocker und spielte all the hits aus seinem reichhaltigen Oeuvre der Beatles-Ära und danach. Einer meiner schönsten Konzertbesuche!

Nun, mit knapp 83, ist Paul McCartney nach wie vor kreativ: Im Mai kommt sein mittlerweile 20. Soloalbum heraus mit dem Titel „The Boys of Dungeon Lane“ und einem musikalischen Rückblick auf die Jugendzeit. Bereits jetzt wurde einer der 14 Tracks veröffentlicht – das melancholische „Days We Left Behind“ gibt es bspw. bei Spotify unter: https://open.spotify.com/intl-de/album/2OoaCsbD9saV4x6LRh73gY.

Und Ringo Starr brachte bereits vergangenes Jahr sein neues Album heraus: „Look Up“ ist ein Country-Sampler, neun der elf Songs wurden vom amerikanischen Rocksänger, Gitarristen und Musikproduzenten T Bone Burnett geschrieben oder mitgeschrieben, der schon mit anderen Größen wie Bob Dylan, Elton John und Taylor Swift zusammengearbeitet hat. Reinhören ebenfalls bei Spotify unter: https://open.spotify.com/intl-de/album/0MdReiUZQM3xFZ1RvBKgrt

Ein weiteres Trostpflaster: Dank KI kann man die Beatles in spektakulären Reels mit Dejavu-Effekt erleben! Hier drei Kostenproben, um auf den Geschmack zu kommen:
https://www.facebook.com/share/r/18FARSVVUT/
https://www.facebook.com/share/r/1E83qvYmQv/
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In diesem Sinne: Yeah! Yeah! Yeah!

Bericht & Fotos: Joe (Jochen Cantner) & Danny Anzaldua & Uli Schmitt

1 thought on “Konzertbericht The Beatels im Bombig am 27.3.2026: Yeah! Yeah! Yeah!

  1. Die Musik hat überzeugt, es wurden über 50 Songs gespielt (ich habe nicht mitgezählt, kann aber durchaus sein) und das Publikum war begeistert. Was dies betrifft, stimme ich mit der Konzertkritik überein. Meines Erachtens ist das der wichtigste Punkt. Doch wer den eigentlichen Konzertteil des Berichts liest, stößt zunächst auf Kritik an Bühnenpräsenz und Kleidung der Musiker. Das hat die Band nicht verdient.

    Diese Reihenfolge setzt unnötig einen negativen Ton, der dem Gesamturteil – „ambivalent, aber durchaus positiv“ – gar nicht entspricht. Ein professioneller Tribute-Act, der Tickets für 30 bis 50 Euro verkauft, muss sich eine Kritik an Kostüm und Bühnenshow gefallen lassen – das gehört dann zum bezahlten Produkt. Bei einem Gratiskonzert im Bombig sollten andere Maßstäbe gelten.

    Die Konzertkritik mag „ehrlich“ und „differenzierend“ sein, aber „ausgewogen“ ist sie nicht. Der Inhalt ist vertretbar, aber die Gewichtung ist im Kontext eines kostenlosen Konzerts fragwürdig.

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