KUKI YourStage! – Diesmal ein wahrlicher Muttertag vorm Vatertag!
Unsere KUKI-Express-Redaktionsleiterin Nadja Hadek hatte nicht zu viel versprochen in ihrer Ankündigung und gleichsam Vorberichterstattung „KUKI YourStage am 13.5. mit Get Zeppelin und Evil Mama“. Denn passend am Vorabend zum arbeitsfreien Vatertag gab es eine wunderbare Bluesrock-Night im KUKI YourStage!-Format mit zwei besonders beeindruckenden „Mamas“, sprich Frontfrauen, dazu garniert mit einem sehr jungen Gitarrenhelden und auch ansonsten äußerst versierten Mitmusikern!

Die Rede ist einmal von der Bluesrock-Coverband „Evil Mama“ aus Krumbach, formiert um die stimmgewaltige Alexandra Jörg, die bereits bei „The Voice of Germany“ brillierte, sowie den erst 16-jährigen, aber bereits mehrfach ausgezeichneten Ausnahmegitarristen Konstantin „Konsti“ Saloustros, dabei kompetent unterstützt von Till Hieber (Keyboards), Seren Serifoglu (Drums) und Christoph Meier (Bass).






Demgemäß dargeboten wurden bekannte Bluesrocknummern, beginnend mit dem funkigen „Superstitious“ von Stevie Wonder und Joe Bonamassa’s treibender „Evil Mama“ bis hin zum legendären Blues- und Soul-Klassiker „I‘d Rather Go Blind“ von Etta James. Deutlich hierbei wurde Alexandras beachtliches Gesangspektrum, welches von sanftem Soul bis zu heftigem Bluesrock reicht, dabei stets akkurat und kontrolliert. Zudem bekam Konsti Freiraum für instrumentale Nummern wie „Scuttle Buttin“ von Stevie Ray Vaughn und „The Messiah Will Come Again“ von Gary Moore, um seine besondere Fingerfertigkeit noch präsenter darbieten zu können. Ebenso interessant das Gitarrenarsenal mit Tele, Strat und Paula, welche allesamt ziemliche Gebrauchsspuren aufwiesen. Doch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass er bereits im zarten Alter von sieben Jahren E- Gitarre zu spielen begann. Gerne hätte das begeisterte Publikum von dieser hochkarätigen Kombo noch mehr gehört! Immerhin wurde trotz des straffen Zeitplans eine Zugabe gewährt.

YourStage!-Act No. 2 war sodann die Münchner Tribute-Band „Get Zeppelin“ und damit Name gleich Programm. Auch hier eine mitreißende Sängerin, nämlich Charlotte Ward, welche Led Zeppelin’s Robert Plant hervorragend interpretierte und zelebrierte, dabei ihr Innerstes nach außen kehrte, surrte, gurrte, klagte und schrie, sich in Ekstase windend und wirbelnd oder gar weinend am Boden! Ebenso beeindruckend Armin Schmid an der Gitarre, natürlich wie einst Jimmi Page ausgestattet mit einer Gibson Sunburst-Les Paul sowie einer Cherry-SG, wenn auch nur einhalsig. Kenner fieberten mit, wie er wohl die vertrackten, zuweilen polyrhythmischen und nahezu pur gespielten Page-Riffs und -Soli hinbekommt, und es gelang ihm hervorragend! Prima, dass ebenso Drummer Ralph Schmid den John Bonham-Wumms samt obligatorischem Solo perfekt beherrschte, und dies trotz vergleichsweise bescheiden ausgestattetem Schlagzeug – der versierte Bombig-Mixer Oli „Shitstrøm“ Ganser (gleichsam Vorsitzender vom KUKI e.V.) half hierbei ein stückweit mit. Und die solide Bassarbeit à la John Paul Jones steuerte Jens Krüger bei, wobei er gerade in den Riff-Passagen ähnliche Schwerstarbeit zu verrichten hatte wie der Gitarrist.




Dargeboten wurden also die harten Bluesrock-Nummern von Led Zeppelin, so etwa „Immigrant Song“, „Whole Lotta Love“, „Black Dog“, „Rock and Roll“, dazu auch das zunächst tragende und dann eskalierende „Since I’ve been Loving You“ sowie das orientalisch-monumentale „Kashmir“. Folkige Zep-Stücke hingegen fehlten. Dennoch war das Publikum restlos begeistert und ließ die hervorragende Tribute-Band nur von der Bühne herunter, wenn zum guten Schluss noch „Stairway to Heaven“, der Rock-Klassiker schlechthin, gespielt würde. Den bekamen wir, und durften dabei auch kräftig mitsingen und jubeln!




Mein Fazit: Einmal mehr zeigte sich, dass das relativ neue KUKI-Format YourStage! mit zwei Bands ein recht kurzweiliges und qualitativ hochwertiges Rockvergnügen bietet! Die beiden Bands diesmal mit Evil Mama und Get Zeppelin waren extrem gut und haben somit Maßstäbe gesetzt. Dennoch sollten sich gerade Newcomer-Bands davon nicht irritieren lassen, sondern inspiriert und motiviert sein und sich bei KUKI bewerben – „Keep on rockin‘!“
Bericht & Fotos: Joe (Jochen Cantner) & Peter Schlund
