Z E P – A Tribute to Led Zeppelin – „Baby I’m Gonna Thank You“: Ein großartiges Debüt der Münchner Led-Zeppelin-Tribute-Band mit neuem Sänger aus Augsburg!
Bereits seit zwei Jahrzehnten widmet sich die Tribute-Band „Z E P“ aus München der meines Erachtens wohl bekanntesten Rock-Legende Led Zeppelin. In einer Z E P-Band-Beschreibung kann man erfahren: „Authentisch, originalgetreu und mit viel Gefühl begeistert sie mit harten Riffs, gefühlvollem Blues und akustischen Folkballaden, die Rockgeschichte geschrieben haben. Die Magie dieser Songs wurde in unzähligen Auftritten vor begeisterten Fans auf die Bühne gezaubert. Zu den Highlights gehören Deutsches Theater München, Tollwood, Uferlos Festival, Hard Rock Café, Alte Mälzerei Regensburg, Lindenkeller Freising, Rockmuseum Olympiaturm, zudem weitere namhafte Locations in Süddeutschland.“

Nun hat die Formation einen neuen Sänger, und zwar Matthias Wolff aus Kissing/Augsburg! Der charismatische Sonnyboy ist Soul-, Jazz- und Pop-Sänger sowie Pianist. Er ist vor allem als Frontmann der elfköpfigen Galaband Soulmates im Raum Augsburg bekannt. Aber er kann auch harten und ekstatischen Rock, und dies variantenreich mit kraftvoller Tenorlage, Falsettgesang und ausdruckstarkem Vibrato wie einst das Led Zepplin-Original Robert Plant! Der Rest der fünfköpfigen Band besteht aus Chris Hasler (Gitarre, Geigenbogen und Theremin), Fritz Kraj (Keyboards), Tim Braun (Drums) sowie Michael „Mike“ Kaupp (Bass). KUKI-Mitglied Mike ist mithin auch die treibende Kraft der Truppe, er kümmert sich um Management, Booking, PR usw. bis hin zum Teambuilding und sorgt stets für gute Laune! Die Musiker sind allesamt Led-Zeppelin-Experten und absolute Könner an ihren Instrumenten, wobei sie natürlich auch vieles andere mehr beherrschen. Gerade Mike ist in der Region Augsburg ebenfalls wohlbekannt mit den Formationen „Who Knows“ und „History Lane“, und er hilft gerne mal mit seiner äußerst soliden Bassarbeit aus, z. B. bei KissMan (s. nochmals hier).




Das Debüt in der neuen Besetzung fand vor kurzem (12.6.) in den Groundlift Ammersee Live Studios statt, eine unmittelbar am See gelegene Eventlocation mit TV- und Podcast-Studio, dabei in den historischen Gemäuern der Alten Brauerei Stegen. Geladen waren alle Fans und Freund*innen, und dies in großem Verteiler und mit persönlicher Ansprache, denn es stand eine begleitende Videoproduktion des Auftritts an, bei der auch viel Publikum gefilmt wird und somit alle die Chance haben, dabei digital verewigt zu werden. Demgemäß voll waren die Räumlichkeiten sowohl auf dem Parkett als auch auf der bequemen Galerie! Die Bühne zeigte sich ebenfalls schon gut vorbereitet mit dem zu heute vergleichsweise einfachen Musikequipment à la Led Zeppelin, das heißt altgediente Gitarren- und Bassmodelle in der Manier von Jimmi Page und John Paul Jones, sparsame, aber auch für den authentischen Sound notwendige Effektgeräte, so insbesondere das mit den Händen steuerbare elektronische Musik- bzw. Geräuschgerät „Theremin“ und auch ein simpler Geigenbogen, dazu ein sehr stabiles Schlagzeug für den John-Bonham-Wumms (sog. „Bonzo-Sound“) und schließlich ein (modernes) Keyboard, um vor allem die songdienlichen Piano- und auch Flötenpassagen zu ergänzen.





Pünktlich um halbneun betrat die Band die Bühne, und wir bekamen alles zu sehen und zu hören, was von einer hervorragenden Tribute-Band zu erwarten ist! Die Setlist beinhaltete den Opener „Good Times Bad Times“, dann weiter mit „Heartbreaker“, „Ramble On“, „Over The Hills And Far Away“, „Black Dog“, „Misty Mountain Hop“, dem Bluesklassiker „Since I’ve Been Loving You“, bis hin zum treibenden „Immigrant Song“ sowie dem experimentellen und düsteren „No Quarter“ mit der kurzen, aber prägnanten Theremin-Einlage seitens Chris und dem durchgängigen Piano-Part von Fritz. Sänger Matthias meisterte den anspruchsvollen Plant-Gesang bestens und zeigte überdies mit gekonnten und launigen Ansagen sowie einigen Tanzschritten seine langjährigen Frontman-Qualitäten.

Nach der Pause ging es im zweiten Set weiter mit „Your Time Is Gonna Come“, „Communication Breakdown“, dem hypnotischen und polyrhythmischen „Kashmir“ sowie dem ikonischen „Whole Lotta Love“, dort wieder mit Theremin-Unterstützung für die psychedelischen, weltraumartigen Klänge im berüchtigten Mittelteil des Songs. Und bei „Moby Dick“, „Dazed And Confused“ und dem Must-have „Stairway To Heaven“ konnten Schlagzeuger Tim und Gitarrist Chris so richtig glänzen: Da wurden beim Schlagzeugsolo die Toms & Crashs Bonham-like mit der Hand bearbeitet, die Les-Paul-Gitarre mit dem Geigenbogen bis zur Ekstase gestreichelt. Auch kam die schwergewichtige doppelhalsige Gibson-SG – Pages Markenzeichen – zum Einsatz, damit lieferte Chris seine Rhythm&Lead-Parts zur Himmelstreppe in Originalqualität ab!



Doch nicht genug, mit „Rock And Roll“ und einem abschließen Medley von „Babe I’m Gonna Leave You“ und „Thank You“, dabei unter dem selbstkreierten Titel „Baby I’m Gonna Thank You“, gab es zwei wunderbare Zugaben. Das Publikum durfte sogar noch weiter jubeln, denn das Debüt des neuen Sängers wurde von Mike mit einem reich garnierten „Willkommenskuchen“ (gefertigt von Erna aus Rosenheim, der treuesten Z E P-Anhängerin) geehrt, dabei auch gegenseitige Danksagungen, und wer noch länger blieb, der durfte sogar probieren!



Infos zu Z E P mit neuem Sänger unter der gerade im Aufbau befindlichen Webseite: https://zep-munich.jimdofree.com/
Alle Infos zu den Groundlift Ammersee Live Studios unter: https://www.groundlift.de/
Einen Fan-Videoauschnitt von „Whole Lotta Love“ mit der Theremin-Einlage gibt es bereits unter: https://youtu.be/As37tQrMRcY
Mein Fazit: Die Band präsentierte sich mit dem neuen Augsburger Sänger Matthias Wolff weiterhin als bewährte, hochkarätige Led Zeppelin-Tribute-Band! Das fünfköpfige Lineup mit der Keyboard-Ergänzung bzw. auch -Unterfütterung seitens Tastenmann Fritz generiert ein Hörvergnügen der berühmten Songs, wie man es eigentlich nur von den durcharrangierten Led-Zeppelin-Studioalben kennt. Die Musiker spielen dabei mit der erforderlichen Attitüde und hochpräzise, was ich insbesondere beim Gitarristen Chris und beim Bassisten Mike gemäß meiner eigenen (bescheidenen) Erfahrungswerte als Saitenliebhaber gut einzuschätzen vermag. Ich kann Z E P daher bestens weiterempfehlen. Wie verkündet wurde, werden sie im November auch in Augsburg gastieren, nämlich im weithin bekannten Bombig Bar & Garage, dem KUKI e.V.-Headquarter. Vielleicht mag es sich Bombig-Inhaber Tommi noch überlegen, hier die Location zu modifizieren, um Z E P mehr „Spielwiese“ zu geben. Ich denke da an das bereits erfolgreich erprobte Format „Bombig goes Spectrum“ … 🙂

Jochen „Joe“ Cantner
Der Name Jochen Cantner steht für die breiten Themenfelder Natur, Umwelt und Kultur. Und unter seinem Künstlernamen Joe widmet er sich insbesondere dem Kulturgut Musik. Über die Blockflöte im Kleinkindalter näherte er sich diesem Metier zaghaft an, mitunter widerwillig. Der Durchbruch aber kam als Teenager, als er die Beatles im Fernsehen zu sehen und hören bekam – allerdings mit dem Schönheitsfehler, dass es diese fabelhafte Band da schon nicht mehr gab. Dennoch blieb er an der Gitarrenmusik hängen, spielte dann selbst in einigen unbedeutenden Augsburger Bands und Session-Formationen. Heute ist er noch immer fasziniert von Gitarrenheld*innen sowie Pop- und Rockmusik, mag aber die gesamte Vielfalt der Musikgenres. In seiner Betätigung als Publizist freut er sich, die Musikervereinigung KUKI e.V. redaktionell unterstützen zu können!



